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Johann Friedrich Naumann

Abbildung Briefmarke mit Hahnemann


Johann Friedrich Naumann wird am 14. Februar als Sohn eines Landwirtes und Vogelkundlers in Ziebigk (bei Köthen) geboren. Nach einem achtjährigen Schulbesuch in der Dorfschule und der Hauptschule in Dessau bildet er sich autodidaktisch weiter. Sein besonderes Talent im Zeichnen und der Radierkunst ermöglichten die Illustration des vogelkundlichen Werkes seines Vaters. Ab 1810 beginnt er selbst mit der systematischen Arbeit an seinem Hauptwerk über die Vogelwelt Deutschlands. Es sammelt und präpariert Vogel-Eier und Vogelbälge und steht im Briefkontakt mit den führenden Ornithologen der Zeit. Von 1822 bis 1844 erscheinen die zwölf Bände der „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands“ mit 350 von ihm meisterhaft ausgeführten Kupfertafeln. Die Bände erschienen zu Ehren seines Vaters unter dessen Namen.
1821 erwirbt der Herzog von Anhalt-Köthen Naumanns Sammlungen und stellt ihn als Kustos an. 1837 wird Naumann zum Professor berufen und erhält 1839 die Ehrendoktorwürde der Universität Breslau. Er hat 1850 die „Deutsche Ornithologen-Gesellschaft“ in Leipzig mitbegründet. Naumann stirbt am 15. August 1857 und wurde am Friedhof in Prosigk bei Köthen beigesetzt.
Die Sammlungen sind seit 1835 bis heute im „Ferdinandsbau“ des Schlosses in Köthen öffentlich zugängig. Es gilt als einziges Museum in der Welt zur Ornithologie-Geschichte.