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01.02.2012 - Schloss Oranienbaum – ein kleines Stück Holland im Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Schloss OranienbaumOranienbaum ist ein auf geometrischem Grundriss errichtetes Ensemble aus Stadt, Schloss und Park und zudem ein in Deutschland seltenes Beispiel für eine weitgehend niederländisch geprägte Barockanlage.

1683 wurde das Schloss von niederländischem Baumeister Cornelis Ryckwaert als Sommersitz für Henriette Catharina (1637 – 1708), Prinzessin von Oranien-Nassau und Gemahlin von Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau, errichtet. Vorerst als Palais mit Kavalierpavillon und einem 28 ha großem Barockgarten erbaut, wurde es 1693 als Witwensitz ausgebaut und vergrößert.

Nach dem Tod Henriette Catharinas wurde das Schloss von ihrem Sohn Leopold I. Fürst von Anhalt-Dessau  nur noch gelegentlich als Jagdaufenthalt genutzt und erst wieder mit Fürst Franz zum Leben erweckt. 1780 gestaltete er die Räume im chinesischen Stil um und bezog auch die barocke Gartenanlage in die Landesverschönerung des Gartenreiches ein.

Der ehemalige barocke Inselgarten wurde zu dem einzigen, heute noch weitgehend erhaltenen Englisch-chinesischen Garten des 18. Jahrhunderts, umgestaltet. Er bildet ein wichtiges Element in der Stilvielfalt des Gartenreiches. Eine Pagode, ein Teehaus und mehrere Bogenbrücken setzen die architektonischen Akzente dieses Gartenteils.
Im südlichen Teil des Gartens wurde 1811 die 175m lange Orangerie gebaut, die seither ohne Unterbrechung für die Unterbringung einer großen Sammlung von Zitrusfrüchten und anderen seltenen Gehölzen dient.

Wussten Sie, dass diese Orangerie eine der größten Europas ist?

Weiterführende Links: www.gartenreich.com
Foto: Jürgen Leindecker, Anhaltischer Heimatbund
 



Kalenderblatt vom 01.02.2012

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