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01.05.2012 - 1. Mai „Tag der Arbeit“ – nicht nur in Anhalt

Der erste Mai ist auch bekannt als der „Tag der Arbeit“ oder als „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Für viele ist er heute jedoch nur noch ein gesetzlicher Feiertag, der gern für Ausflüge genutzt wird. Dabei liegt der Ursprung dieses Tages schon im 19. Jahrhundert. 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zum Generalstreik am 1. Mai auf, um für die Durchsetzung des Achtstundentages zu kämpfen. Dies geschah in Anlehnung an Massendemonstrationen am 1. Mai 1856 in Australien. Am 1. Mai 1890 begingen die Arbeiter weltweit zum ersten Mal diesen „Protest- und Gedenktag“. Ende des 19. Jahrhunderts galt der Maifeiertag auch als „moving day“ – ein Tag, an dem häufig der Beruf oder der Wohnort gewechselt wurde.

In Deutschland fand der erste Mai als gesetzlicher Feiertag, nach einem Versuch 1919, erst 1933 Einzug. Er zählt zu den wichtigsten politischen Feiertagen, dessen eigentliche Bedeutung in Zeiten des Wohlstandes in den Hintergrund getreten ist. Auch wenn heute wieder in vielen Großstädten vermehrt zu Protestbewegungen und Demonstrationen aufgerufen wird, so wird er doch vielerorts als Erholungstag begangen.

In der DDR und vielen sozialistischen Ländern war der erste Mai der „Internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“. An diesem Tag war die Teilnahme an Demonstrationen und Märschen für Parteimitglieder, Betriebe und Schulen Pflicht. Mit einer Mischung aus Druck und Verlockung versuchte der Staat, die Massen zu mobilisieren und somit seinen Führungsanspruch zu bestätigen. Das bekannteste Symbol ist wohl der rote Mainelke. Die Märsche und Demonstrationen endeten jedoch auch in der DDR oft in Volksfesten.

Wussten Sie, dass es den ersten Mai als gesetzlichen Feiertag nicht nur in weiten Teilen Europas gibt, sondern auch in China, Russland, dem Jemen, Brasilien, Thailand, Vietnam, Nordkorea und Mexiko?

 



Kalenderblatt vom 01.05.2012

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