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01.08.2012 - Wolfgang von Anhalt-Köthen - standhafter Bekenner

Wolfgang von Anhalt-KöthenWolfgang von Anhalt- Köthen wurde als Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt und seiner Frau Margarete von Schwarzburg auf der alten Köthener Burg am 1. August 1492 geboren.
Bereits mit acht Jahren besuchte er die Universität in Leipzig und wurde von seinem Vater auf die zukünftigen Aufgaben als Fürst vorbereitet.
Mit 16 Jahren übernahm Wolfgang die Regierungsgeschäfte seines Vaters, der 1508 verstorben war. 1513 begab sich Wolfgang in den Dienst der sächsischen Ernestiner, wo er bald darauf zum Geheimen Rat aufstieg. Im Jahr 1521 lernte er auf dem Reichstag den Reformator Martin Luther kennen. Seither widmete sich Fürst Wolfgang mit ganzer Kraft der Einführung der Reformation in seinen Landen. Neben Anhalt-Köthen wurde sie auch in Anhalt-Bernburg eingeführt.
Wolfgang trat dem geschlossenen Torgauer Bund bei und wurde Mitglied des Schmalkaldischen Bundes.
Er war einer der sechs fürstlichen Wortführer der Protestation im Reichstag zu Speyer, einem Treffen der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht über Martin Luther. Er unternahm Kirchenvisitationen, enteignete Kirchenbesitz und übertrug den Besitz an die Gemeinden. 1538 ließ Wolfgang den „Wolfgangbau“ am Bernburger Renaissanceschloss errichten und verlagerte kurze Zeit später seinen Wohnsitz nach Bernburg. Schon 1544 verzichtete Wolfgang in einem Vergleich auf die Anhalt-Zerbster Region und erhielt dafür im Gegenzug Bernburg.
Der Fürst beteiligte sich aktiv am Schmalkaldischen Krieg und an der Schlacht bei Mühlberg und wurde dafür vom Kaiser persönlich geächtet.
Fürst Wolfgang hielt sich fortan im Harz auf und wurde erst 1552 von der Reichsacht befreit. Er erhielt seinen Besitz zurück und konnte seine Regierungsgeschäfte wieder aufnehmen. 1562 trat Wolfgang seinen Besitz an seine Vettern ab und zog sich nach Coswig zurück. Dort ließ er das Coswiger Schloss errichten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Zerbst, wo er die St.-Bartholomäi-Kirche erneuern und seine Grabstätte erbauen ließ. Am 23. März 1566 verstarb Wolfgang und sein Nachfolger Joachim Ernst von Anhalt übernahm das Land.



Kalenderblatt vom 01.08.2012

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