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02.01.2012 - ANHALT – ohne Holz?

Modell der Burg AnhaltWussten Sie, dass es die Grafschaft ANHALT schon 150 Jahre vor ihrer Ernennung zum Fürstentum 1212 gegeben hat?

In den Höhenzügen des Harzes lebten einst die Bäringer (ursprünglicher Familienname der Askanier) aus dem germanischen Stamm der Sueben oder Schwaben. Mit der Völkerwanderung im 7. Jahrhundert, zog aus dem Ostseeraum der Stamm der Sachsen immer weiter gen Süden und vertrieb die Sueben. Diese flohen nach Südwesten und schlossen sich dem germanischen Sammelstamm der Alemannen an. Wenige Sueben retteten sich in den Harz und errichteten, mit Blick auf das, von den Sachsen eroberte, ehemalige Heimatland, ein Fort aus starken Eichenstämmen. Eine hölzerne Festung, die sie Balkenstätte nannten und die Namensgeber des heutigen Ballenstedts war.Vor der Jahrtausendwende kamen sich die Sueben und die Sachsen endlich näher. Der bäringer Graf Adalbert heiratete die Erbtochter Hidda aus der Familie des Herzogs Gero. Hierdurch versächselten die schwäbischen Bäringer immer mehr und nannten sich, nach ihrer erheirateten Grafschaft Aschersleben, Askanier.

Esiko, Sohn des Askaniers Adalbert und noch immer mehr Suebe als Schwabe, tötete in einem fairen Kampf einen sächsischen Grafen. Weil er wegen dieser Tat  sein Fort Ballenstedt als Buße zu einem Kloster umwidmen musste, errichtete er aus purem Trotz  auf dem nahe gelegenem Hausberg eine neue Burg, ganz aus Stein, die den Namen „Ane Holt“ (ohne Holz) trug. Aus „Ane Holt“ entwickelte sich zunehmend „Anhalt“, welche fortan Flucht- und Schutzburg für die ganze Gegend war und später den Grafschaftsnamen Anhalt trug.

 


 

 



Kalenderblatt vom 02.01.2012

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