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03.02.2012 - Hugo Junkers - "Pionier der Luftfahrt"

Hugo JunkersDer großartige deutsche Ingenieur, Unternehmer und leidenschsftliche Erfinder wurde am 3. Februar 1859 in Rheydt am Niederrhein als drittes von sieben Kinder geboren.

Nach seinem Abitur begann er ein Maschinenbaustudium in Berlin, später studierte er in Aachen.
1888 nahm Hugo Junkers bei Wilhelm von Oechelhaeuser senior (1820 - 1913), Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft Dessau, seine Tätigkeit als "Civilingenieur" auf. Dort befand sich seit 1886 eine Elektroenergiezentrale, die zweite ihrer Art in Deutschland nach Berlin.
1892 trug Hugo Junkers sein erstes alleiniges Patent ein: das "Kalorimeter". Es handelte sich dabei um ein Messgerät zur Bestimmung des Heizwertes von Brenngasen (bereits 1893 wird auf der Weltausstellung in Chicago das Kalorimeter mit einer Goldmedaille ausgezeichnet). In demselben Jahr gründete Junkers die erste eigene Firma: "Hugo Junkers - Civilingenieur Dessau".

Am 2. Juli 1895 wird die Warmwasser-Apparatefabrik "Junkers & Co." Dessau, kurz "Ico" genannt, in das Handelsregister der Stadt Dessau eingetragen.
Es bildet die Ausgangsbasis der weiteren Junkers-Unternehmen, in denen ausschließlich Junkers-Forschungsergebnisse ökonomisch verwertet werden. Hergestellt werden zunächst:
- Kalorimeter verschiedener technischer Spezifikationen;
- Warmwasser-Durchlauferhitzer, die so genannten Junkers-Gasbadeöfen;
- Gasdruckregler als messregulierende und sicherheitstechnische Vorrichtungen.

Zwei Jahre später nahm er eine Professur für Thermodynamik an der Universität in Aachen an und gründete parallel dazu eine Versuchsanstalt um neben der Lehre auch die Forschung voran zu treiben. Ab dem neuen Jahrtausend war Junkers Blick zunehmend auf die Aerodynamik gerichtet und es folgte neben der Gründung der „Junkers Motorenbau GmbH“ und „Junkers Flugzeugwerk AG“ die Entwicklung des ersten Ganzmetallflugzeuges.

Mit dem Beginn des Nationalsozialismus 1933 musste Junkers die Mehrheit an seinen Unternehmen an das Deutsche Reich abtreten und erhielt Haus- und Stadtverbot in Dessau. Er zog sich zurück nach Bayrischzell in Bayern. An seinem 76. Geburtstag, am 3. Februar 1935, ist Hugo Junkers in Gauting verstorben.

Heute wird sein Schaffen im Technikmuseum „Hugo Junkers“ in Dessau gewürdigt. Man kann in diesem Museum einige seiner Exponate finden, unter anderem eine restaurierte Ju52,  besser bekannt als Tante „Ju“.

Weiterführende Links: www.junkers.dewww.technikmuseum-dessau.de 



Kalenderblatt vom 03.02.2012

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