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03.05.2012 - Der Einsturz des Turmes der Jakobskirche

Die Zwillingstürme der JakobskircheDie Jakobskirche, ist mit ihren Zwillingstürmen als Wahrzeichen Köthens sehr bekannt. Ursprünglich besaß die Kirche nur einen Turm, um den sich natürlich auch Sagen und Geschichten ranken. Eine dieser Sagen möchten wir Ihnen gern hier vorstellen… 
„Die Jakobskirche hatte in früherer Zeit einen Turm, von dem die Sage berichtet, er sei so hoch gewesen, dass man das Licht des Turmwächters wie ein Leuchtfeuer auf der Nordsee habe erblicken können. Schon kurze Zeit nach der Errichtung war der Turm baufällig. Am 12. März 1569 empfahl der Fürst Joachim Ernst diesen Turm abzutragen, was aber nicht geschah. Am 10. Juli des Jahres 1599 befand sich die Frau des Stadtpfeifers mit ihrem Kind, das in der Wiege lag, auf dem Turm. Plötzlich bemerkte sie ein leichtes Knirschen. Kalk bröckelte von den Wänden ab und der Kirchturm schwankte bedenklich hin und her. Eilig nahm sie die Wiege mit dem Kind. Die sonst verschlossene Tür zum Kirchboden war glücklicherweise offen geblieben. Auf dem Kirchboden fand sie Rettung. Da brach der Turm unter Donnergetöse zusammen und fiel auf das nahe Gebäude der Stadtschule. Dunkle Staubwolken stiegen empor. In der Schule befanden sich zum Glück keine Schüler mehr. Die Steine des Turms wurden u. a. für den Neubau des Köthener Schlosses und zum Bau des Gröbziger Rathauses verwendet. Erst 1895/96 erhielt die Jakobskirche ihre heute aus dem Stadtbild Köthens nicht mehr wegzudenkenden Zwillingstürme."

 



Kalenderblatt vom 03.05.2012

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