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03.11.2012 - Ein Dessauer Original - Hobusch

Das Hobusch-Denkmal in Dessau-RoßlauChristoph Gottlieb Leopold Hobusch wurde am 3. November 1819 in Dessau geboren.
Er besaß viel Humor, machte Witze, schlagfertige Sprüche und Geschichten, welche ihn unvergessen und berühmt machten. Unter den Bürgern war er beliebt, für manche auch ein Sonderling. Bei der Obrigkeit jedoch war er, durch seine zum Teil respektlosen Sprüche, weniger beliebt.
Hobusch war Gelegenheitsarbeiter und Markthelfer, welcher den Beinamen „Dessauer Till Eulenspiegel“ trug. Er war zeitlebens ein armer Mann. Er war zwar zweimal verheiratet, aber von seinen Nachkommen ist nichts bekannt. Seinen Lebensabend verbrachte er im Hospital in der Franzstraße.
Nach seinem Tod, am 17. Februar 1866, fand er auf dem Historischen Friedhof ? in Dessau seine letzte Ruhestätte. Der Fabrikant Max Schulze hatte ab 1920 einen Likör unter dem Namen “Hobusch - Alter Dessauer Original Halbbitter-Likör” herausgebracht. Dieser Likör ist noch bis heute in Dessau sehr beliebt, gut bekömmlich und weiterhin ein typisches Souvenir. Max Schulze bedachte Hobusch später mit einem Grabstein. Der neue Grabstein wurde 1992 angefertigt und eingeweiht. Der Stein trägt auf seiner Rückseite den folgenden Spruch von Stadtrat Overbeck: “Viel belacht, wenig geacht, arm an Besitz, reich an Witz”.
Viele Geschichten Hobuschs, die sogenannten „Hobuschiaden“, sind bis heute in alter Dessauer Mundart zuerst mündlich und später auch schriftlich überliefert. Hobusch wurde und wird heute noch auf vielfältige Weise geehrt.
In der Innenstadt von Dessau gibt es eine Straße mit dem Namen „Hobuschgasse“ und an einem Eckhaus der Steinstraße/Askanische Straße befindet sich eine kleine Sandsteinfigur, zur Erinnerung an Christoph Hobusch.
Die Dessauer Hobuschfreunde veröffentlichen immer wieder Geschichten und Hobuschiaden vom „Dessauer Till Eulenspiegel“ oder „Dessauer Sonnenkopp“.
Zum 200. Jahrestag wurde ein kleines Festprogramm unter dem Motto „ Hobusch zum 200.“ zusammengestellt. Die Bürgerinnen und Bürger waren herzlich zum Programm eingeladen und Oberbürgermeister Klemens Koschig hatte die Schirmherrschaft übernommen.
 



Kalenderblatt vom 03.11.2012

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