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04.02.2012 - August Friedrich Sack - der Theologe vom Hofe

August Friedrich SackDer Philosoph, Theologe, berühmter Kanzelredner und Schriftsteller wurde am 4. Februar 1703 in Harzgerode als ältester Sohn des Bürgermeisters geboren.
Nach Besuch der Schule in Harzgerode kam er mit 15 Jahren an die Gymnasien in Bernburg und später Francisceum in Zerbst. Seit 1722 studierte er evangelisch-reformierte Theologie an der Universität in Frankfurt a. O. Nach den Studien war er als Hofmeister (Haulehrer) im Haus des Predigers der französischen Gemeinde in Stettin tätig. Nachdem er das Erzieheramt aufgegeben hatte, widmete er sich eigenen Weiterbildungen in Holland.
Im Jahr 1731 folgte Sack einer Berufung zum dritten Prediger an der deutsch, reformierten Gemeinde in Magdeburg. Er war in der Gemeinde sehr beliebt und fand schnell Zugang zu den gebildeten Familien der französisch-wallonischen Kolonie der Stadt Magdeburg. 1737 wurde er zum ersten Prediger und ein Jahr später zum Konsistorialrat und Inspektor der reformierten Kirchen im Herzogtum Magdeburg ernannt.
1740 ließ König Friedrich Wilhelm I. den ihm emfohlenen August Friedrich zu sich nach Berlin kommen, um sich Probepredigten anzuhören. Der König war sehr zufrieden und Sack bekam die Stelle des dritten Hof- und Dompredigers in Berlin, vier Jahre später wurde er zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften.
Mit Beginn des Siebenjährigen Krieges siedelte er als Visitator mit dem Berliner Hof in die Festung Magdeburg über, wo er den Thronfolger unterrichtete.
Seine Dankespredigten zu verschiedenen Siegen des Krieges sind im Druck erschienen. Sack kümmerte sich insbesondere um die Ausbildung der jungen Theologen und gab eine Reihe von theologischen Schriften heraus.
Mit seiner letzten Predigt im Berliner Dom am 27. August 1780 legte er sein Amt als Domprediger nieder. August Friedrich Sack starb am 22. April 1786 in Berlin.

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Kalenderblatt vom 04.02.2012

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