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05.02.2012 - Ballenstedt - die Wiege Anhalts

Schlosspark in BallenstedtGeschichtlich eng mit der Historie Anhalts verbunden, kann sich Ballenstedt seit 2010 zu den staatlich anerkannten Erholungsgebieten Deutschlands zählen. Am nördlichen Harzrand gelegen, verdankt die Stadt ihre Gründung einem thüringischen Edelmann, der die Siedlung im Jahre 531 anlegte. Er trug den Namen Ballo. Die erste urkundliche Erwähnung in Zusammenhang mit dem Grafen Esiko von Ballenstedt, der als Stammvater des Adelsgeschlechts der Askanier gilt, stammt aus dem Jahre 1030.
Die Schwester Esikos, Uta, ist heute die Stiftsfigur des Naumburger Doms und historisch gesehen die älteste Ballenstedter Prinzessin.
Auf dem heutigen Schlossberg gründete Graf Esiko 1043 ein Kollegialstift, welches Albrecht der Bär und sein Onkel Otto der Reiche 1123 zu einem Benediktkloster umwandelten.
Man kann sagen, dass seit über 900 Jahren die Geschichte der Stadt untrennbar mit der Geschichte des anhaltischen Fürstenhauses verbunden ist.
Den Ort Ballenstedt erwähnte man 1297 erstmalig als „ Dorp“, bevor es 1543 das Stadtrecht erhielt.
Nachdem die Stadt im 30jährigen Krieg durch die Truppen Wallensteins geplündert wurde, wuchs Ballenstedt unter Fürst Friedrich-Albert zu einer Residenzstadt mit repräsentativer Schlossanlage heran. Hiermit verbunden war eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit, in der das heute älteste Theater Sachsen-Anhalts eröffnet wurde und die Umgestaltung des Schlossparks 1858 durch Joseph Lennè erfolgte.

Die Linie Anhalt-Bernburg stirbt 1863 mit dem Tod des letzten Herzogs Alexander Carl aus und alle Ländereien gehen in die Dessauer Linie über. Im wiedervereinigten Anhalt wird Ballenstedt eine von fünf Kreisstädten.
Die heutige Bestimmung Ballenstedts als Erholungsgebiet beginnt bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche Pensionen und Sanatorien entstehen, die von Wohlhabenden gern genutzt wurden. Als die „ Perle des Ostharzes“ wird Ballenstedt nicht nur zu dieser zeit bezeichnet.
Noch heute ist die romantische Altstadt ein wahrer Anziehungspunkt für Besucher und auch die dort gelegene „ Fürstin Pauline – Bibliothek“,ist nicht nur für Leseratten ein echter Fundus. Die herzogliche Abteilung beherbergt Unikate aus vergangenen Zeiten.

Wussten Sie eigentlich auch, dass die Gartenkunst in Ballenstedt zu den 40 ältesten Parks und Gärten gehört, die in das touristische Projekt “Gartenträume“ aufgenommen wurde?
 



Kalenderblatt vom 05.02.2012

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