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05.10.2012 - Zerbster Wahrzeichen

Der dicke Turm und die St. Bartholomäi - Kirche in Zerbst

Dicker Turm und Bartholomäi-Kirche in ZerbstDer "dicke Turm" wurde bereits im 13. Jahrhundert als ein Teil der großen Wehranlage erbaut und diente zum Schutz der Burg. Man suchte damals die höchste Stelle der Stadt Zerbst aus, um den besten Ausblick auf feindliche Truppen zu haben. Im 14. Jahrhundert diente er als Glockenturm der St. Bartholomäi Kirche. Baumeister Ludwig Binder errichtete ihn im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil neu. Bei dem Bombenangriff auf Zerbst im April 1945 brannte der Turm mit seiner wertvollen Innenausstattung völlig aus.
Chor und Querschiff wurden wieder aufgebaut und das Dach notdürftig repariert. Da die Burg immer mehr zerfiel und das Zeltdach nach einem heftigen Sturm völlig zerstört wurde, begann 1969 die Sanierung, wobei auch die Glocken neu installiert wurden.
Der dicke Turm - den Namen erhielt er wegen seines quadratischen Grundrisses - hat eine Seitenlänge von je 11 m und eine Traufhöhe von 21,5 m. Dank der 170.000 Euro teuren Sanierung im Jahr 1999 durch Bund, Land und Stadt haben die Zerbster ihren "dicken Turm" zurück. Heute dient er dem Gymnasium Francisceum als Schulsternwarte.

Die Kirche St. Bartholomäi wurde im Jahre 1150 als kreuzförmige Basilika erbaut und durch stetes Umbauen nahm sie in den folgenden Jahren ein neues Ansehen an. So wurde sie im Jahr 1215 geweiht und im 13. Jahrhundert zum Chorherrenstift ernannt. An der Südseite der Kirche wurde um 1700 die Fürstengruft erbaut, in dieser wurde Fürst Wolfgang von Anhalt 1556 beigesetzt. Er war ein Freund Martin Luthers und förderte die Reformation in Zerbst. Fürst Wolfgang von Anhalt ist auf dem Tafelbild von Lucas Cranach in der Gruft zu sehen. Auch andere Fürsten und Fürstinnen von Anhalt-Zerbst sind in der Gruft beigesetzt.
Im April 1945 wurde die Kirche schwer zerstört, aber nach Neuherstellung des Chors konnten im Jahr 1951 wieder Gottesdienste stattfinden. Eine Orgel wurde 1956 von der Potsdamer Firma Schuke gefertigt. Die vier Eisenglocken im Glockenturm stammen von den Firmen Schilling und Lettermann Apolda. Sie wurden zwischen 1961 und 1962 gegossen. Die aus dem Jahr 1441 gegossene kleine Bronzeglocke verzückt das Glockenspiel.
Regelmäßig finden Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt. Der Förderverein der evangelischen Grundschule Zerbst e.V. unterstützt und arbeitet mit den Schulen und Kindern zusammen, Spielplätze und ein Naturgarten mit Feuerstelle in der Grundschule Zerbst sind nur einige Projekte.



Kalenderblatt vom 05.10.2012

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