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06.02.2012 - Karl Graul - Ein Sprachgenie auf Mission

Eröffnungsfeier 1896 der ab 1894 erbauten Lutheran-Mission Central-School in Sirkazhi, IndienDer lutherische Theologe Karl Friedrich Lebrecht Graul wurde am 6. Februar 1814 in Wörlitz geboren.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Dessau studierte er in Leipzig Theologie und arbeitete vorerst als Hauslehrer bevor er 1844 als Direktor der Evangelisch–Lutherischen Missionsgesellschaft wurde und damit sein Hauptaugenmerk auf eine umfangreiche Ausbildung von Missionaren legte.
1861 ging Karl Friedrich Graul nach Erlangen, wo er als Missionswissenschaftler 1864 an der Theologischen Fakultät habilitierte. Er besaß eine ungewöhnliche Sprachbegabung, die er bei einer vierjährigen Indienreise weiter ausbaute.
Als Dravidologe beherrschte er zudem Sprachen wie Italienisch, Französisch, Englisch, Latein und Griechisch auch Hebräisch, Tamil, Persisch, Sanskrit und Hindustani. So liegt es auch auf der Hand, dass er sich teilweise in Südindien aufhielt, um seiner Berufung als Missionär nachzugehen.
Karl Graul durfte sich als erster deutscher Dozent für Missionswissenschaften bezeichnen und galt somit auch als Begründer der neuen deutschen Missionswissenschaft. Sein Leben endete am 1. November 1864 in Erlangen.

Wussten Sie, dass sich die Dravidologie mit den dravilischen Sprachen befasst, die zusammen eine der sechs größten Sprachfamilien ergeben? Dies wird vorwiegend in Südasien gesprochen.

 



Kalenderblatt vom 06.02.2012

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