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06.04.2012 - Anna Wilhelmine Prinzessin von Anhalt-Dessau und ihr Schloß in Mosigkau

Das Schloss in MosigkauAnna Wilhelmine von Anhalt-Dessau war die Lieblingstochter des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau und seiner Ehefrau, der Reichsfürstin Anna Luise Föhse.
Sie wurde als achtes von zehn Kindern 1715 in Dessau geboren und erhielt 1742/43 von ihrem Vater zwei Güter in Mosigkau. Auf ihm ließ sie 1752 bis 1757 ein Rokokoschloss mit skulpturgeschmücktem Garten errichten. Das durch den Baumeister Christian Friedrich Damm errichtete Sommerschloss ließ die Prinzessin in Grundriss und Raumfolge für einen reinen Frauenhaushalt planen, die Herren mussten in den Pavillonbauten logieren. Die Architektur sowie die Innendekoration und die Gartenanlage bilden zusammen ein Gesamtkunstwerk des späten Rokokostils, das einen Einblick in die Persönlichkeit, den Lebensstil und auch das Selbstbild der Prinzessin erlaubt. Die zeitlebens unverheiratete Prinzessin verfügte in ihrem Schloss über eine große Galerie von niederländisch-flämischer Malerei.
In Finanzdingen zeigte Anna Wilhelmine sehr viel Geschick, was dazu führte, dass sie regelmäßig die Abrechnungen ihres Bruders, Prinz Moritz von Anhalt-Dessau, kontrollierte. Nach der schweren Kriegsverletzung des Bruders 1759 übernahm die Prinzessin die Aufsicht über seine Güter und sein Personal. Kurz bevor sie 1780 starb, verfügte sie testamentarisch die Errichtung eines „Hochadligen Fräuleinstifts“ im Schloss Mosigkau. Das Stift war ausschließlich für unverheiratete adelige Frauen gedacht und hatte bis 1945 bestand. Seitdem ist das Schloss als Museum zugänglich.
 



Kalenderblatt vom 06.04.2012

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