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07.10.2012 - Wilhelm Müller - der Vater der Volkslieder und Gedichte

Wilhelm Müller. Sammlung M. PrasseDer aus einer Schneiderfamilie stammende Johann Ludwig Wilhelm Müller (auch Griechen-Müller genannt) wurde am 7.10.1794 in Dessau geboren. Seine Kindheit wurde von Schicksalsschlägen gezeichnet, er verlor seine Mutter 1808 und seine fünf Geschwister sehr früh. Sein Vater, Christian Leopold Müller heiratete 1809 die wohlhabende Witwe Marie Seelmann, geborene Gödel.
Im Jahre 1812 begann Wilhelm Müller ein Philologiestudium in Berlin. Dieses brach er ab und diente ab Februar 1813 freiwillig beim preußischen Heer. Bei den Befreiungskriegen gegen Napoleon war er mitbeteiligt und wurde 1814 zum Leutnant berufen.
In dieser Zeit lernte er die Schriftsteller Gustav Schwab, Joachim von Arnim, Clemens Brentano und Ludwig Tieck in den literarischen Salons kennen. Eine Bildungsreise trat er in den Jahren 1817/18 nach Italien an. Bevor er die Auszeichnung zum Herzoglichen Bibliothekar erhielt, wurde er im April 1819 zum Dessauer Gymnasiallehrer ernannt.
Zwei Kinder hatte er mit seiner Ehefrau Adelheid Basedow, der Enkelin des Reformpädagogen Johann Bernhard Basedow, die er am 21.5.1821 heiratete. Die Tochter wurde am 20. April 1822 unter dem Namen Auguste und der Sohn Friedrich Max am 6.12.1823 geboren.
Mit seiner Frau nahm er vom 1. bis 3. Juli 1824 an dem Musikfest zur "Säcularfeier" (100-jähriger Geburtstag) von Friedrich Gottlieb Klopstock in Quedlinburg teil und berichtete darüber im Brockhaus "Literarisches Conversationsblatt". Das Musikfest war die Initialveranstaltung für die Schaffung und Errichtung eines Denkmals für Klopstock, welches dann am 7. Juli 1931 in der Quedlinburger Parkanlage Brühl eingeweiht wurde.
Im August 1824 wurde Müller zum Hofrat ernannt. Er erkrankte im März 1826 an Keuchhusten und trotz mehrerer Kuraufenthalte besserte sich sein Gesundheitszustand nicht. Nach einem Herzinfarkt am 1.10.1827 verstarb Wilhelm Müller im Alter von nur 32 Jahren.
Nur um einige Werke zu nennen: Texte zu deutschen Volksliedern – "Das Wandern ist des Müllers Lust", "Im Krug zum grünen Kranze", "Der Lindenbaum" und deutsche Gedichte: "Der Rosenstrauch" und "Erstlinge aus Luisium"

Wussten Sie schon: dass der Wilhelm Müller Preis seit 1996 alle zwei Jahre an Nachwuchskünstler verliehen wird?



Kalenderblatt vom 07.10.2012

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