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08.09.2012 - Die Geschichte der Schulen im Stadtteil Dessau-Alten

Die erste Schule im Dessauer Stadtteil Alten wurde 1730 in der Breiten Strasse, dem heutigen Auenweg, eröffnet. Alle Klassen wurden nur von einem Lehrer unterrichtet. Recht rüde Bestrafungen für Ungehorsam und schlechtes Verhalten, wie z. B. Rohrstockschläge, waren damals noch Teil des Unterrichts. Nach knapp 100 Jahren wurde die Schule, auf Wunsch der Gemeinde, abgerissen und neu erbaut. Die Schule war für 150 Kinder zu klein und die Anhaltische Regierung genehmigte den am 29. Mai1833 begonnenen Neubau. Die damals genutzten Schulranzen bestanden aus Holzlatten mit zwei Riemen. Geschrieben wurde auf Schiefertafeln mit Kreide. Die Schule wurde am 27. Oktober 1833 eingeweiht. Nur 50 Jahre später beschloss die Anhaltische Landesregierung im Jahr 1883 den Bau einer weiteren neuen Schule, da die Einwohnerzahl und der Anspruch an das Schulwesen stetig wuchsen. Am 22. Oktober 1884 wurde die Volksschule in der Lindenstraße - Ecke Schulstraße, der heutigen Plauthstraße, eröffnet. Dieses Gebäude umfasste zwei Klassenräume, zwei Lehrerwohnungen, ein Karten- und ein Lehrerzimmer, sowie einen Toiletten- und Wirtschaftstrakt. Es wurden 200 Schüler unterrichtet. 1896 verdoppelte sich die Schülerzahl und die Schule beschloss 1897 einen weiteren Anbau C. Der erste Rektor wurde Franz Rathmann. Die stets wachsenden Ansprüche an die Schulbildung stellten den Grund für eine fortwährende Vergrößerung und Modernisierung der Schule dar. Als weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte der Schulbildung folgte dann die Einführung der Schulpflicht im Jahr 1919. Im Tanzsaal „Zum Erbprinz“ wurde 1934 eine Turnhalle errichtet und die Schulspeisung wurde im Jahr 1947 eingeführt. Der Geschichtslehrer Hartmann sammelte historische Werke und legte somit den Grundstein für das Heimatmuseum im Städtischen Klinikum. Große Umbauten erfolgten wieder von 1951 bis 1988, eine Zweigstelle der Stadtbücherei im Gebäude C, ein Speiseraum und eine Turnhalle entstanden, der polytechnische Unterricht und der Hort wurden eingeführt. Als „Maxim Müller Gymnasium“ (1990 – 2006) bekannt, schloss die Schule dann 2008 ihre Pforten. Im Wohngebiet Schaftrift gab es die 28. POS, welche am 1. September 1982 eingeweiht wurde. An ihr wurden kaum bauliche Änderungen vorgenommen. Eröffnet als „Friedrich Polling Oberschule“ wurde sie am 1. September 1991 zur „20.Grundschule am Plattenwerk“ und im Jahr 1999 geschlossen.
Die bekannte Ganztagsschule „Zoberberg“, im Kastanienhof, wurde 1983/84 erbaut. Sie ist eine Doppelschule. 1991 wurde sie in eine Grundschule und in eine Sekundarschule aufgeteilt. Die „30. Otto Langwagen Oberschule“ wurde die zweite Dessauer Ganztagsschule. Im Juli 2005 berichteten Presse und Medien über eine Geruchsbelästigung in der Schule, die durch die neu eingesetzten Böden entstand. Die Schüler mussten für über ein Jahr in andere Schule untergebracht werden. Der farbenfrohe Neubau erhielt 2007 zum zweiten Mal das Zertifikat „Gesunde Schule“ und erzielte den 5. Platz in der Landeswertung für das Schulkonzept „Hauptschulpreis“ im Jahr 2007. Die Schülerküche gewann den „Erdgaspokal Sachsen-Anhalt 2009“ und es gibt eine Schülerfirma, welche die Schüler mit einem zusätzlichen und gesunden Frühstück versorgt – die Mittagsversorgung übernimmt die „Raststätte Sonnenkeppe“. Die Ganztagsschule ist von 7.00 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet, Hausaufgaben und Ganztagskurse werden hier mit dem Unterricht verbunden. Bei Praxistagen können die Schüler in das Arbeitsleben und den Arbeitsalltag schnuppern, es gibt berufsfrühorientierte Führungen in Betrieben und einen Schulförderverein. Dieser wurde 1993 von ehemaligen Kollegen und Eltern gegründet. Osterbasteln, Weihnachtsmärkte sowie Drachenfeste finden regelmäßig mit den Schülern und deren Familien statt. Einen Ansprechpartner für Probleme und Sorgen haben die Schüler in einem Schulsozialarbeiter. In enger Verbindung steht der Schulhort, welcher nur drei Minuten Fußmarsch entfernt von der Schule ist, die Freizeiteinrichtung und der Jugendclub stehen den Kindern am Nachmittag zur Verfügung.

 



Kalenderblatt vom 08.09.2012

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