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09.01.2012 - Das Schloss Luisium - ein Kleinod des Wörlitzer Gartenreiches

Das Schloss LuisiumIm Jahre 1774 wurde im Grün des Vogelherdes, mit dem Bau eines kleinen Landhauses im englischen Stil begonnen, welches Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt -Dessau seiner Gemahlin Louise als privaten Wohnsitz erbauen ließ. Seit 1780 trägt es den Namen „Luisium“.

Das von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entworfene klassizistische Landhaus ist äußerlich schlicht und edel in der Form, jedoch von einem idyllischen, englischen Landschaftsgarten umgeben.

Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Festsaal mit sehenswerten Reliefs, Malereien und dunkelgrünen Stuckmarmorpilastern, die durch strenge Formen geprägt sind. Ganz auf die Wohnfunktion reduziert, befinden sich im Obergeschoss die kleinen Räume, die wiederum sehr stimmungsvoll, heiter und elegant mit Stuck und Malereien gestaltet sind. Im Garten wirken die Bilder vertrauter und intimer als in den anderen Wörlitzer Anlagen, obwohl er im Gegensatz zu den Englischen Gärten der Umgebung äußerst strukturiert ist. Eingebettet in drei vor Hochwasser schützenden Erdwällen, wird der Garten durch kleinere Plastiken und Bauwerke, wie den neugotischen Gartenpavillon (Schlangenhaus), belebt. Trotz der schützenden Erdwälle war das Landhaus beim Jahrhunderthochwasser i2002 stark betroffen. Durch Unterstützung von Bund und Land konnten diese Schäden jedoch behoben werden.

Der Garten wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 erneuert und gehört seither zu den Höhepunkten des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs. Er ist für jedermann im Sinne von Fürst Leopold III. frei zugänglich. Das Schloss kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

 

 



Kalenderblatt vom 09.01.2012

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