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10.05.2012 - Eine Parkanlage für die Allgemeinheit – Georgium mit Landschaftsgarten

Schloss GeorgiumDas Georgium in Dessau ist ein kulturhistorisch bedeutender Landschaftspark im englischen Stil, der von Johann Georg, dem jüngeren Bruder von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau erschaffen wurde. Wie sein Bruder es mit dem Gartenreich erreicht hatte, wollte auch Johann Georg einen Garten für die Allgemeinheit schaffen.

1780 beauftragte Georg die beiden Meistergärtner Schoch und Eyserbeck mit dem Bau der Parkanlage, die mit romantisierten Bauten und Skulpturen ausgeschmückt ist. Von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff ließ er ein Herrenhaus im früh klassizistischen Stil sowie ein Blumengartenhaus und die Orangerie errichteten. Das sogenannte Fremdenhaus, die Römische Ruine, ein ionischer Rundtempel sowie zwei Nachbildungen antiker Torbögen und natürlich das Denkmal vom Fürsten Franz in antiker Kleidung gehören wohl zu den wichtigsten Bauten. Der angrenzende Beckerbruch, der ebenfalls zur Parkanlage gehört, wurde als naturnaher Auen- und Bruchwald belassen. Der "Rote" und der "Weiße" Bogen markieren eindrucksvoll den Übergang von der Parkanlage in den natur belassenen Landschaftsgarten. Prägende Bauten wie die künstliche Ruine "Wallwitzburg", der Elbpavillon und das Mausoleum komplettieren diesen Landschaftsgarten.

1988 wurde das Georgium in das Biosphärenreservat Mittlere Elbe einbezogen und im Jahr 2000 als Teil der Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Das Schloss Georgium beherbergt heute die "Anhaltische Gemäldegalerie" mit rund 2.000 Gemälden altdeutscher und niederländischer Maler.

Mehr Informationen finden Sie auch unter www.georgium.de

 



Kalenderblatt vom 10.05.2012

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