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11.12.2012 - Die Schlacht bei Dessau

Wallenstein: Herzog von Friedland, kaiserlicher Kriegsrat und Kämmerer, Allerhöchster Obrist von Prag und ebensolcher General. Kupferstich 1625/28Während des Dreißigjährigen Krieges besetzte im Winter 1625/26 ein Teil des kaiserlichen Heeres unter Albrecht von Wallenstein die Elbbrücke bei Dessau. Es sollte verhindert werden, dass protestantische Truppen unter Graf Mansfeld oder das Heer des dänischen Königs Christian IV., aus Norddeutschland kommend, die Elbe überschreiten und in Richtung Schlesien oder Böhmen ziehen würden. An beiden Ufern der Elbe wurden starke Befestigungen errichtet.
Der Generalzahlungskommissar Wallensteins, Johann von Aldringen, befehligte den Brückenkopf. Die ihm unterstehenden zwei Regimenter der kaiserlichen Truppen waren jedoch dem Anfang April 1626 anrückenden 12.000 Mann starken Heer Mansfelds, der Anzahl nach, völlig unterlegen. Auch Mansfeld ließ Kanonen bestückte Schanzen erbauen. Da Aldringen aber über starke Befestigungen und vor allem über geschickt in Gäben positionierte, die Unterlegenheit kaschierende, Kanonen verfügte, scheiterte Mansfelds erster Sturmangriff völlig. Aldringen konnte die Stellung drei Wochen lang halten. Nachdem er Wallenstein um Unterstützung gebeten hatte, eilte ihm dieser mit seinem gesamten Heer zur Hilfe.
Zur entscheidenden Schlacht kam es am Morgen des 25. April 1626. Sechs Stunden lang kämpften die Truppen. Sämtliche Angriffe von Mansfelds Soldaten auf die stark befestigten kaiserlichen Stellungen konnten abgewiesen werden. Das kaiserliche Heer brach aus dem Brückenkopf heraus und griff unter Beschuss durch Artillerie den linken Flügel der protestantischen Truppen an. Nach dem von Mansfeld schon befohlenen Rückzug, ließ Wallenstein die Kürassiere des Grafen Schlick aus einem Hinterhalt heraus die Flanke von Mansfelds Truppen angreifen. Außerdem flogen die Pulverwagen Mansfelds in die Luft, so dass sich dieser von allen Seiten umzingelt glaubte. Sein Rückzug artete in einer wilden Flucht aus.
Die Schlacht kostete etwa 3.000 bis 4.000 Soldaten Mansfelds, darunter auch hohen Offizieren, das Leben. Von dessen Armee blieben derzeit nur noch fünftausend Mann übrig.
Die Schlacht bei Dessau war der erste militärische Erfolg Wallensteins in kaiserlich-habsburgischen Diensten.


 



Kalenderblatt vom 11.12.2012

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