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14.04.2012 - Das Köthener Schloss – eine anhaltische Fürstenresidenz

Das Köthener SchlossInmitten des Stadtzentrums, wenige Meter zu Fuß vom Marktplatz entfernt, liegt das schöne Schloss zu Köthen. Auf einer Insel am Südrand der Ziethenniederung gelegen, ähnelt das Schloss einer frühdeutschen Burganlage. In den Jahren 1156 und 1160 nahmen die Askanier in und um Köthen, gerichts- und lehnherrliche Rechte war. Erstmals 1244 und dann um 1320 residierte auf der Burg das askanische Geschlecht und wurde im 15. Jahrhundert die Dauerresidenz der Fürsten von Anhalt-Köthen. Bis in das Jahr 1847 diente das Schloss als Anhaltische Fürstenresidenz.
Die erhaltenen Renaissancebauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden durch Umgestaltungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts stark durch barocke und klassizistische Stile geprägt. Hierbei lässt sich die Handschrift der Baumeister Gottfried Bandhauer und Hofbaumeister Melchior Brenner erkennen. Heutige Besucher des Schlosses erleben das Schlossensemble zweigeteilt. Zum Einen der „Johann-Georg-Bau“ von 1599 im älteren inneren Schlossbereich und nach Süden hin den „Ludwigsbau“. Dort befindet sich auch der von Bandhauer geschaffene Thronsaal, der schönste Festsaal der Stadt, welcher in der heutigen Zeit auch als "Spiegelsaal" bezeichnet wird.
Gottfried Bandhauer war auch der Architekt, der 1823 den sogenannten „Ferdinandbau“ im Osten der Anlage errichtete. Dabei wurde der Treppenturm den Türmen des „Ludwigbaus“ angepasst. Weitere, dazugehörige Gebäudeteile sind das Torhaus und das Steinerne Haus. Westlich des Schlosses schließt sich der, in Hufeisenform angelegte, äußere Schlossbereich an. Er umfasst den 1766 erbauten Marstall im ländlichen Rokokostil, die 1821 erbaute ehemalige Reithalle und die im Norden liegende Remise, welche 1833 errichtet wurde. Alles grenzt an den Schlosspark, der um 1800 im Stil eines englischen Landschaftsgarten angelegt wurde. Seit dem 13. August 2010 ist der Köthener Schlosspark Teil der Gartenträume Sachsen-Anhalts und somit eine der schönsten Park- und Gartenanlagen in Sachsen-Anhalt.
Die Stadt Köthen und die Region haben ein wichtiges kulturelles Zentrum erhalten, in dem sich die bedeutenden kulturellen Wurzeln der Vergangenheit fortsetzen lassen. Heute werden die Gebäude zu musikalischen, historischen und kulturellen Zwecken genutzt. Hier befinden sich die Museen der Stadt, das Stadtarchiv und die Musikschule.
Das 2008 fertig gestellte Veranstaltungszentrum verbucht in jedem Jahr viele Besucher. Seit dem Jahr 2006 ist es möglich sich in der Schlosskapelle trauen zu lassen oder man nutzt die hinreißende Kulisse für die tollen Hochzeitsbilder.

Weitere Informationen finden Sie unter www.koethener-land.de.

 



Kalenderblatt vom 14.04.2012

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