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15.04.2012 - Johann Friedrich Fasch - Zerbster Hofkapellmeister und Komponist der Barockmusik

Johann Friedrich FaschAm 15. April 1688 erblickte der Sohn eines Schulrektors und einer Pfarrerstochter in Buttelstedt bei Weimar das Licht der Welt. 1691 zog die Familie nach Suhl, wo Fasch mit erst neun Jahren bei den Suhler Kirchenmusiken mitsang. Nach dem Tod seines Vater wuchs Fasch bei einem Bruder seiner Mutter, dem Pfarrer Gottfried Wegerig, auf. Hier lernt er Kammermusiker kennen, die ihn als Kapellknaben an die Weißenfelser Hofkapelle vermittelten. Der dortige Kapellmeister Krieger förderte dessen musikalisches Talent. Kurz darauf wurde Fasch Schüler an der Thomasschule in Leipzig und Mitglied im Thomanerchor. Nebenbei studierte er das Spiel auf der Violine und Tasteninstrumenten und verfasste seine ersten eigenen Kompositionen, die zur Aufführung kommen. Nach der Zeit in der Thomasschule studierte Fasch Theologie und Jura, außerdem gründete er das „zweyte ordinaire Collegium musicum“. Vom Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz bekam Johann Friedrich Opernaufträge für den Zeitzer Hof und zur Peter-Paul-Messe in Naumburg. Nach Beendigung seines Studiums begab sich Fasch 1713-1715 auf eine musikalische Bildungsreise durch Süd- und Westdeutschland, auf der er ein Engagement als Violinist in Bayreuth erhielt. Dafür komponierte er die Oper „Die königliche Schäferin Mageris“. 1722 trat Fasch seine letzte berufliche Reise an und ging als Hofkapellmeister nach Zerbst um sich dort bis zu seinem Tode einen Namen als Komponist zu machen. Dafür schlug Fasch sogar die Stelle des Thomaskantors in Leipzig aus, die daraufhin Johann Sebastian Bach antrat. Mit seiner zweiten Frau bekam Fasch eine Tochter, Johanna Friedericke, und sechs Jahre später seinen Sohn Carl Friedrich Christian, der später die Singakademie zu Berlin gründete. Während seines Wirkens in Zerbst komponierte Johann Friedrich 1745 eine Serenata anlässlich der Eheschließung der Zerbster Prinzessin Sophie Auguste mit dem russischen Großfürsten Peter.
Im Alter von 70 Jahren starb Fasch am 5. Dezember 1758 in der Stadt, in der er 36 Jahre lang als Hofkapellmeister tätig war. Johann Friedrich Fasch gilt neben Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann als einer der großen Barockkomponisten. Zu seinen Werken zählen unter anderem zwölf deutsche Opern, sämtliche Orchestersuiten und Konzerte sowie die Passio Jesu Christi „Mich vom Striche meiner Sünden“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fasch.net.
 



Kalenderblatt vom 15.04.2012

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