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16.01.2012 - Mägdetrappe - eine Legende im Selketal

Prinzessin Wilhelmine Luise von Anhalt-Bernburg - zur Ehrung ihres Vaters wurde das Kreuz angebrachtOberhalb des Mägdesprungs auf dem rechten Steilufer des Selketals liegt die Mägdetrappe.
Die kleine Senkung im Felsen weist die Form eines menschlichen Fußes auf und ist auch nicht viel größer als ein menschlicher Fuß mit Schuhgröße 64. Die verschiedensten Legenden ranken sich um die Entstehung dieses Abdruckes. Doch alle haben eines gemeinsam: Eine Riesin soll über den Fluss auf das andere Ufer gesprungen sein.

Wir erzählen Ihnen eine der Sagen:

„Eine Riesenjungfrau erwartete in alter Zeit ihre Freundin aus dem Thüringer Wald. Bald sah sie die Freundin in Riesenschritten nahen. Zu letzt trennte sie nur noch die Schlucht des heutigen Selketales. Da aber das Riesenfräulein aus Thüringen ermüde war, rief sie ihrer Freundin zu, doch über das Tal zu springen. Die Riesin zögerte ein wenig, bis sie einen Bauern auf einem mit Holz beladenen Wagen spotten hörte. Da gab sich die Riesin einen Ruck, packte den Menschen mitsamt der Fuh¬re als auch den Pferden in ihre Rockschürze und übersprang mit einem gewaltigen Satz das Tal. Auf der anderen Seite angekommen, setzte sie den zutiefst erschrockenen Bauern auf die Erde ab und ging lachend mit ih¬rer Freundin weiter. Vom Sprung hinterließ ihr Fuß jedoch einen sicht¬baren Abdruck im Felsen.“

Gedenkkreuz an der Mägdetrappe

In der Nähe der Mägdetrappe ließen die Prinzessin Wilhelmine Luise von Anhalt und ihr Gatte Prinz Friedrich von Preußen, 1837 zur Ehrung des Vaters der Prinzessin, Herzog Alexius von Anhalt, erstmals ein Kreuz anbringen. Das Kreuz ist ein Produkt der Eisengießerei Mägdesprung. Das 1945 beschädigte und verschollene Mägdetrappenkreuz wurde 1994 wiederentdeckt.
Dieses Mägdesprungkreuz ist das dritte restaurierte Freilicht- Kunstguss Denkmal im Selketal nach der Verlobungsurne und dem Luisentempel.


 



Kalenderblatt vom 16.01.2012

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