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16.04.2012 - Das Wahrzeichen von der Stadt Köthen – Die St. Jakobskirche

Kirche St. Jakob in KöthenEgal aus welcher Richtung, weithin sichtbar sind sie, die Zwillingstürme der Stadt- und Kathedralkirche „St. Jakob“. Sie sind das Wahrzeichen der Stadt Köthen (Anhalt).
Eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert lieferte den Grundstein für die spätgotische Hallenkirche, die um 1400 entstand. Die Kirche mit dem dreischiffigen Langhaus enthält mit der Statue ihres Namenspatrons das älteste Kunstwerk Köthens. An die Belagerung und den Beschuss durch den Erzbischof Günther II. von Magdeburg im Jahre 1406 erinnert heute nur noch eine eingemauerte Steinkugel und in der Fürstengruft der Kirche befinden sich 40 Särge des Fürstenhauses Anhalt-Köthen aus nahezu zweieinhalb Jahrhunderten.
Ursprünglich nur aus einem Turm bestehend, der 1599 einstürzte, erhielt die St. Jakobskirche in den Jahren 1896 -1898 als Ersatz die heute noch stehenden Zwillingstürme, die mit ihren 75 m die höchsten Kirchentürme in Anhalt sind. Sowohl formal als auch stilistisch hebt sich das Turmpaar von der Kirche ab, da für dessen Bau für damalige Verhältnisse sehr moderne Zierformen gewählt wurden. Betritt man die St. Jakobskirche vom Westen her, so kommt man durch ein Doppelportal, an dem sich gotische Bauformen mit dem damals aufkommenden Jugendstil vermischen. Im Inneren präsentiert sich ein dreischiffiger Hallenraum, wobei das Mittelschiff etwa doppelt so breit wie die Seitenschiffe ist. Eine Berühmtheit der Köthener Kirche ist die Ladegast–Orgel von 1872, die nahezu im Originalzustand erhalten werden konnte. Das Kirchengebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ausgebaut oder erneuert, teilweise entfernte man wesentliche Teile der mittelalterlichen Ausstattung. Dies ist dadurch zu erklären, dass die Kirche ursprünglich als eine katholische Kirche gebaut wurde, später lutherisch wurde, ab 1606 reformiert wurde und nun eine evangelische Kirche ist. Für die Öffentlichkeit ist dieses imposante Bau- und Kunstwerk von Mai bis Oktober zugänglich, und auch der Blick über die Stadt von der 43 m hohen Turmbrücke ist nach erfolgreichem Aufstieg möglich. Und sollten Sie die Fürstengruft besichtigen wollen, so ist dies jeden ersten Samstag im Monat um 15.00 Uhr oder nach Vereinbarung möglich.
 



Kalenderblatt vom 16.04.2012

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