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16.08.2012 - Die Geschichte der Burg Anhalt

Ein Modell der Burg AnhaltDie Burg „Anhalt“, oder das, was von ihr über die Jahrhunderte erhalten geblieben ist, liegt oberhalb des Selketals im Harz auf dem Großen Hausberg.
Sie ist nicht nur bedeutend für das Geschlecht der Askanier, sondern auch für die Geschichte Anhalts selbst.
Im Jahr 1123 ließ Otto der Reiche, Graf von Ballenstedt, diese Burg als seinen neuen Stammsitz errichten. Sie besaß die Ausmaße der Wartburg in Thüringen. Nicht einmal 20 Jahre später wurde sie bei einer Fehde zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und dem Markgrafen Konrad von Meißen zerstört. Noch im selben Jahr begann Albrecht der Bär mit dem Wiederaufbau der Burg als eine der mächtigsten Befestigungsanlagen im Harz.
Bis 1300 war die Stammburg der anhaltischen Fürsten bewohnt. Seither war sie dem Zerfall preisgegeben und zahlreiche Sagen und schaurige Geschichten rankten sich um die Burgruine. Alle Geschichten hatten jedoch eines gemeinsam. In einem Brunnen auf dem Burggelände sollte ein Schatz vergraben liegen, der von Berggeistern oder Teufeln bewacht wurde. Daraufhin ließ 1822 Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg den 84 m tiefen Brunnen ausgraben und restaurieren – ein Schatz wurde jedoch nie gefunden.
Von 1901 bis 1907 ließ der Braunschweiger Baurat Brinckmann Grabungen auf dem Geländer der Ruine durchführen. Heute zeugen Mauerreste von Kapelle und Wohngebäude und ein drei Meter hoher Stumpf des Bergfrieds von der einstigen mittelalterlichen Festung.

 



Kalenderblatt vom 16.08.2012

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