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17.01.2012 - Vom Page zum Hauptmann

Die Kokospalme - Emblem der Fruchtbringenden GesellschaftAuf dem Rittergut Werdershausen, jetzt ein Ortsteil von Gröbzig, kam Werder am 17. Januar 1584 auf die Welt. Zu Lebzeiten war er ein deutscher Übersetzer, Epiker und Kirchenlieddichter.
In Kinderzeiten wurde er als Page am Hof von Landgraf Moritz von Hessen – Kassel aufgenommen. Nach seinem Studium in Jena beginnt er eine Kavalierstour durch Frankreich und Italien. Sein Leben bestreitete er erst als Stallmeister und Kammerjunker, bevor er 1610 zum Rittermeister befördert wurde.
Fürst Ludwig I. von Anhalt–Köthen nimmt Werder 1620 in die Fruchtbringende Gesellschaft auf und verleiht ihm den Gesellschaftsnamen „der Vielgekörnte“. Als Emblem war ihm ein reifer Granatapfel zugedacht.
Werder zog sich auf sein heimatliches Gut Reinsdorf zurück und beginnt sein reichhaltiges literarisches Werk.
Eine weitere Beförderung, die Werder zu teil wurde, erhielt er am 22. Januar 1645.
Man erklärt ihn zum kurbrandenburgischen Obristen und zum Amtshauptmann von Altgatersleben. Diese Stelle behält Diederich von dem Werder bis zu seinem Tod am 18. Dezember 1657 auf dem Rittergut bei Köthen.

Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich Werders Eintrag unter der Nr. 31. Dort ist auch das Reimgesetz vermerkt, mit dem sich Werder für die Aufnahme  in die „Fruchtbringende Gesellschaft“ bedankt:

Seht doch die Körner viel der äpffel auß granaten
Ob zur Gesellschafft frucht sie nicht seynd wol gerathen
Vnd Vielgekörnt ich mich mit fug drumb nennen laß
Daß ich den rechten Kern der Sprache zeige baß:
Wann ich Teutsch BARTAM seh abkühlend ich mich stärcke
Vnd reitzt derselb mich an zu einem schweren wercke
Jerusalem erlöst hab ich in Reime bracht
Vnd unsrer Sprach dadurch ein news lob gemacht.



Kalenderblatt vom 17.01.2012

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