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17.02.2012 - Till Eulenspiegel – der Schalk aus Norddeutschland

Abbildung aus Ausgabe des Eulenspiegel von 1515Der wohl bekannteste Narr der Welt wurde vermutlich im Jahr 1300 in Kneitlingen am Elm geboren. Sein Unwesen und seinen Schabernack trieb er hauptsächlich im Braunschweiger Land, wobei es ihn auch nach Anhalt verschlagen haben muss. Zeugnis hierfür ist der nach ihm benannte „Eulenspiegelturm“ in Bernburg. Als Turmwächter zog es ihn in die Dienste des Anhaltischen Fürsten, den er fortan gern an der Nase herum führte. Bis heute ist er in Bernburg allgegenwärtig. Besonders in der närrischen fünften Jahreszeit lebt er auf. Dann treffen sich die Bernburger Narren auf dem Schlosshof und fordern Eulenspiegel auf, den Turm herunter zu steigen und gemeinsam mit ihnen die Narrenzeit zu begehen.

Bis heute gibt es keine wirklichen Nachweise bezüglich seiner Existenz. Jedoch ist Till Eulenspiegel, der zwar wie ein Narr aussah, aber seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Weitsicht und Witz weit überlegen war, jedem bekannt.
Auch als Ulenspiegel bekannt, trieb der Sohn von Claus Ulenspiegel und seiner Frau Ann Witcken seine Scherze mit Fürsten und Geistlichen und zog schelmisch durch die Städte.
Seine Scherze entstanden oftmals, weil er bildliche Redewendungen wörtlich nahm. So lacht schon seit über 500 Jahren Alt und Jung darüber, wie Eulenspiegel zum Seiltänzer wird und  einem Esel das Lesen beibringt.
Auch wenn er vom Zimmerhandwerk, Schneidern und Backen keine Ahnung hatte, gab er sich gern mal als Handwerksgeselle aus.

Till Eulenspiegel ist in der europäischen Literatur weit verbreitet. Es erscheinen immer wieder Neubearbeitungen und Nachdichtungen. In anderen Kulturen gibt es oftmals ein Pendant zum deutschen Till Eulenspiegel, so hat er in der Türkei den Namen: Hodscha Nasreddin und in der jüdischen Kultur ist er auch unter dem Namen Hersch Ostropoler bekannt.
Gestorben ist Till Eulenspiegel 1350 in Mölln, wo auch seine sterblichen Überreste liegen sollen.
 



Kalenderblatt vom 17.02.2012

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