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18.01.2012 - Gero – ein bis heute bekannter, rücksichtsloser und brutaler Krieger

Bild von Gero um 1540Gero aus der Familie der Merseburger Grafen wird um 900 geboren. Im Schatten seines Bruders Graf Siegfried aufgewachsen, erlangt er 937 als Markgraf der sogenannten Ostmark, Ruhm und Ehre. Seine Familie und er selbst pflegen seit je her enge Beziehungen zur königlichen Familie, was ihm 937 die Übertragung der sächsischen Ostmark (das Gebiet zwischen Elbe und Oder) einbringt. König Otto I betraut ihn 939 mit der Kriegsführung gegen die Elbslaven.
Schnell macht sich Gero einen Namen als ein energischer, rücksichtsloser und brutaler Kriegsführer, der in einer Nacht 30 slawische Fürsten ermordet haben soll. Seine „Politik der Härte“ ist bis heute bekannt. Der polnische Journalist Edmund Osmanczyk geht 948 sogar so weit, zu behaupten, dass „der Drang nach Osten, durch die Mordtaten Markgraf Geros unter den Elbslawen eingeleitet, der Beginn des Hitlerismus gewesen sei“

Wenn man nach dem ottonischen Geschichtenschreiber Widukind von Corvey geht, lässt Gero die Anführer slawischer Stämme ermorden. Er schlägt die Slawen nieder und dehnt sein Herrschaftsgebiet aus. Die Schlacht an der Raxa ist ein besonderes Beispiel für die Härte Geros.

Die erste Reise unternimmt Gero 950 nach Rom und gründet nach seiner Rückkehr in Frose
( bei Aschersleben ) ein Mönchskloster, welches dem Heiligen Cyriakus geweiht wird.
Nach dem Tode seiner beiden Söhne Siegfried und Gero im Jahre 959 und 961 gründet Gero ein hochadliges Damenstiftberträgt diesem seinen gesamten Besitz. Gleichzeitig wird mit dem Bau der Stiftskirche in Gernrode begonnen.
Kurz vor seinem Tod unternahm Gero eine zweite Pilgerreise nach Rom, aus der er Reliquien des Heiligen Cyriakus mit nach Gernrode bringt.
Nach Geros Tod am 20. Mai 965 wird er in dem fertig gestellten Ostteil der Stiftskirche beigesetzt. Die sächsische Ostmark wird in 5 Markgrafschaften aufgeteilt.
 



Kalenderblatt vom 18.01.2012

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