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18.11.2012 - Waldau - die Flutbrücke und die evangelische Kirche St. Stephan

Die Waldauer KircheWaldau ist ein Stadtteil von Bernburg (Saale) und befindet sich am linken Saaleufer, inmitten eines Naturschutzgebietes.
Urkundlich erwähnt wurde Waldau im Jahr 806 als Waladala. 961 wurde eine weitere urkundliche Erwähnung datiert, als Schenkungsurkunde vom Kaiser Otto I. an das Moritzkloster in Magdeburg. Waldau ist vermutlich der älteste besiedelte Stadtteil des heutigen Sachsen-Anhalts und wurde 1871 zu Bernburg eingemeindet.

Die Flutbrücke wurde als “Saalebrücke" erstmals im Jahr 1239 erwähnt. 1408 und 1595 musste sie neu aufgebaut werden, da sie jedes Mal durch Eisgang oder eine Flut zerstört wurde. Nachdem sie im Dreißigjährigen Krieg (1644) abermals als Holzbrücke zerstört wurde, wurde sie 1787 dann als Steinbrücke wieder aufgebaut.
Sie wird heute noch als Übergang zum Dorf Waldau genutzt und ist im Wesentlichen unverändert geblieben. Die Brücke ist ein bedeutendes, technisches Denkmal mit einem besonderen Merkmal: zwei Wappensteine des abgebrochenen Neustädter Tors sind hier eingefügt worden.

In Waldau wurde 964 eine erste Kirche auf dem Stephanusberg benannt. Unter ihr werden die Fundamente ihrer Vorgängerkirche von 806 vermutet.
1180 errichtete man eine klassische Pfarrkirche im Stil der Romanik.
Die typischen Baumerkmale für die Waldauer Kirche sind das flache Dach, das breite Schiff sowie ein eingezogener Rechteckchor mit Apsis. Sie hat eine charakteristische Staffelung. Ritzzeichnungen von Schaftkreuzen zeugen aus der Frühromanik an einer Tür des Untergeschosses vom Turm.
Die Kirche wurde übrigens einige Jahrzehnte als Museum für Grabsteine genutzt. Im Jahr 1910 fanden große Restaurierungen in der Kirche statt, bei dem der ursprüngliche Zustand hergestellt wurde, aus dieser Zeit stammt auch der Altar.
Bei einer umfassenden Restaurierung, im Jahr 1930, wurde ein Stein aus Jerusalem sichtbar, der im Andenken an den heiligen Stephanus in der Kirche angebracht worden war.
Zu musikalischen Abendandachten lud die Kirche ab Oktober 1954 ein.
1990 wurde sie, im ruinösen Zustand, verkauft.

Seit einiger Zeit gibt es eine Initiative, um die Kirche zu sichern.
An der „Straße der Romanik“ gelegen, kann sie jederzeit besichtigt werden.
 



Kalenderblatt vom 18.11.2012

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