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18.12.2012 - Das Schwedenhaus oder "Der Gustav Adolf"

Das Schloss in Coswig (Anhalt)In der Nähe des anmutig gelegenen Dorfes Naundorf steht das sogenannte Schwedenhaus, das im Jahre 1786 vom Fürsten Franz erbaut und 1792 dem schwedischen Hauptmann Baron von Greifenheim geschenkt wurde. Im gotischen Stil gehalten, trägt es an der Vorderseite das vergoldete Hochbild des Schwedenkönigs Gustav Adolf zu Roß, wie er von der Siegesgöttin mit einem Lorbeerkranz gekrönt wird. Über die Entstehung und den Namen des Hauses, dessen Grundmauern heute noch vorhanden sind, gibt die folgende Volkssage Auskunft:
Während des dreißigjährigen Krieges lagerte der fromme Schwedenkönig Gustav Adolf vom 22. bis 28. August 1631 mit seinem Heere bei Koswig an der Elbe und hatte sein Hauptquartier im dortigen Schlosse aufgeschlagen. Als er von hier aus einmal einen Aufklärungsritt unternahm und dabei in die Nähe von Dessau kam, geriet er dicht vor Naundorf in arge Gefahr, von kaiserlichen Reitern gefangen genommen zu werden. Er suchte und fand eine Zuflucht unter der in geringer Entfernung vom Schwedenhaus gelegenen Brücke über den See Löbben und wurde dadurch glücklicherweise vor Gefangenschaft oder Tod bewahrt. Von dieser Lebensrettung hat die Brükke vom Volke den Namen Lebensbrücke erhalten, und zum Andenken an die Begebenheit ist vom Fürsten Franz das Schwedenhaus errichtet worden.

Quelle: Dessauer Sagen – gesammelt und mitgeteilt von Gisela Völker
 



Kalenderblatt vom 18.12.2012

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