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19.01.2012 - Kurt Weill - Ein Dessauer am Broadway

Kurt WeillAls drittältester Sohn eines jüdischen Elternhauses kam Kurt Weill am 2. März 1900 in Dessau zur Welt. Schon mit fünf Jahren begann er mit dem Klavierspielen, seine ersten Kompositionen lieferte er bereits im Jugendalter ab. So begann Weills Karriere sehr früh hier in Dessau.
Noch keine 18  Jahre, begleitete er eine Dessauer Opernsängerin am Klavier bei Liederabenden, bei denen auch seine ersten Werke gespielt wurden.
Nach seinem Musikstudium an der Hochschule für Musik in Berlin, welches er jedoch abbrach und nach Dessau zurückkehrte um als Korreptitor am Dessauer Friedrich-Theater tätig zu sein, ging Weill als Kapellmeister ans Stadttheater in Lüdenscheid. Geprägt durch die Einflüsse als Schüler von Ferruccio Busonis begann Kurt Weill 1927 die Zusammenarbeit mit Berthold Brecht, aus der das wohl bekannteste seiner Werke, die „ Dreigroschenoper“, hervor ging.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh Weill aus Deutschland nach Paris, wo er seine zweite Symphonie vollendete und ein Ballett mit Gesang schrieb.
Seine Werke in Deutschland hingegen fielen der Bücherverbrennung zum Opfer.

1935 emigrierte Weill in die USA, wo er in den 1940er Jahren am Broadway große Erfolge feierte.
Ein geplantes Comedy-Musical musste jedoch unvollendet bleiben, da Weill nach kurzer schwerer Krankheit am 3. April 1950 verstarb.

Weills Stärke lag in Musicals, wohl daher ist kaum bekannt, dass Jazzstücke wie „ Speak Low“, „ September Song“ oder auch der französische Tango „Youkali“ aus seiner Feder stammen.  

„Kurt Weill ist ein kleiner, untersetzter Herr, fast ganz kahl und mit großen, runden, braunen Augen hinter den dicken Brillengläsern – träumerischen, nicht aber melancholischen Augen.“ So beschreibt ihn Ole Winding.

 



Kalenderblatt vom 19.01.2012

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