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19.03.2012 - Die Sage von der eingemauerten Hildegard

Wasserburg in RoßlauMit dem „Treuring“ haben wir nun schon eine Sage von der Wasserburg Roßlau erzählt, aber wie für so viele Burgen und Schlösser gibt es auch für die Roßlauer Burg noch weitere geheimnisvolle Geschichten.
So zum Beispiel die Mär von der eingemauerten Hildegard…

Auf der Burg Roßlau lebte einst ein gestrenger Burgvogt, der in ein Mädchen aus einfachem Hause verliebt war. Doch dieses Mädchen Hildegard hatte bereits ihr Herz an einen  anderen verschenkt und zeigte daher kein Interesse für die Werbung des Burgvogts. Er ließ jedoch nicht ab von ihr, stellte ihr sogar nach und bedrängte sie. Den Liebsten Hildegards erboste das sehr und  er ohrfeigte den lästigen Verehrer. Das wiederum erzürnte den Burgvogt. Er sann  nun seinerseits auf Rache und dachte sich eine grausame Strafe aus. Die arme Hildegard sollte in der Burg eingemauert werden. Jeden Tag ließ der Burgvogt eine Steinlage höher mauern. Und solange sie noch zu sehen und erreichbar war, brachte Hildegards treuer Freund ihr täglich Wasser und Brot. Als der letzte Stein gelegt wurde und das arme Mädchen vollends hinter der Mauer verschwand, ließ der hartherzige Burgvogt den trauernden Geliebten köpfen und genoss seine Rache.

In den vielen vergangenen Jahren wurden des öfteren  Arbeiten an der Roßlauer Burg ausgeführt. Bisher gab es jedoch noch keinen Hinweis auf den Fund eines Skelettes, der auf eine eingemauerte Frau hindeuten würde.
Aber man fand einen zugemauerten Schacht, der bisher noch nicht geöffnet werden konnte. Was dahinter wohl verborgen liegt?

 
 



Kalenderblatt vom 19.03.2012

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