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19.04.2012 - Der Ausblick von Ballenstedt bis nach Quedlinburg – Der Bismarckturm

Der Bismarckturm in OpperodeEin beliebter Aussichtspunkt im Harzvorland ist der Bismarckturm im Ballenstedter Ortsteil Opperode. Idyllisch auf einem Hügel stehend bietet der Turm einen bezaubernden Blick über das Land, bei optimalen Wetterbedingungen sogar bis nach Quedlinburg und den Gegensteinen. Die zahlreichen Bismarcktürme in Deutschland sind eine Referenz an den Eisernen Kanzler und Reichsgründer Otto von Bismarck, nach der Reichsgründung von 1871. Sie stellten als landschaftsbezogene Aussichtstürme symbolisch den Regionalbezug zur deutschen Einheit dar.  
Der Opperoder Bismarckturm entstand nach einem Entwurf des bekannten Architekten Professor Wilhelm Kreis, der im Auftrag des Oberbürgermeisters Wendt aus Ballenstedt 1914 mit dem Bau begann. Sein ursprünglicher Entwurf sah einen Aussichtsturm mit einer Pylone vor, welche aber nach Änderung in der Bauausführung nicht realisiert  wurde. Als Baumaterial verwendete man Granit und Harzer Kalkstein. Das Bismarckwappen über dem Eingang des Turmes z. B. ist eine schöne Steinmetzarbeit in Kalkstein. Der erste Weltkrieg erzwang alsbald einen Baustopp des Turms. Es sollte 17  Jahre dauern, ehe der Aussichtspunkt fertig gestellt werden konnte, das war im Jahre 1931. Der Harzverein von Ballenstedt setzte sich für das Bauwerk ein. Eine Sanierung des Bismarckturmes erfolgte 1994/95. Leider ist eine Turmbesteigung  nicht immer möglich. Zu bestimmten Anlässen kann man den Turm erklimmen. Dann hat man nach 57 Stufen die Aussichtsplattform erreicht und kann einen wunderbaren Blick in das  Ballenstedter Land genießen.

 



Kalenderblatt vom 19.04.2012

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