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19.06.2012 - Die Dornburger Schloss- und Dorfkirche

Die Dornburger KircheDer Bau der Dornburger Dorfkirche begann um ca. 1755, zusammen mit dem Neubau des Schlosses. Es ist jedoch nicht sicher, um die wievielte Kirche des Ortes es sich hier handelt. Wahrscheinlich existierte bereits um 1155 ein Gotteshaus, ein Pfarrer wurde jedoch erst 1301 genannt.
Ob diese Kirche allerdings mit der Burg im 15. Jahrhundert zerstört wurde oder ob es diejenige war, die Statius von Münchhausen zu seiner Zeit erneuern ließ, ist nicht eindeutig geklärt.
Der Baumeister Johann Schütze ließ im Jahr 1728 die alte Kirche abreißen und an der Nordseite des Schlosshofes eine Neue errichten. 1731 wurde der Rohbau mit Brettern als Dach bedeckt, drei Jahre später kamen die Kanzel, der Altar und das Orgelgehäuse hinzu.
1737 konnte die Kirche eingeweiht werden. Als 1750 das Dornburger Schloss abbrannte, nahm auch die Schlosskapelle Schaden.
Somit war auch für sie ein Neubau geplant. Dem Baumeister Stengel war es zu verdanken, dass die neue Kirche keine Schlosskapelle wurde. Sie wurde auf dem Weg zwischen Schloss und Dorf errichtet. Im Gegensatz zu dem prunkvollen Schloss, welches zur gleichen Zeit erbaut wurde, entstand eine relativ nüchterne Kirche. An dem rechteckigen, verputzten Kirchenschiff befindet sich an der Ostseite – entgegen kirchenbaulicher Manier – der Turm mit dem Zwiebelhelm und aufgesetzter Spitze. Die Wetterfahne trägt die Initialen JE und FA, welche für Johanna Elisabeth Fürstin von Anhalt-Zerbst und ihren Sohn Friedrich August stehen.
Das Innere der Kirche wurde recht unpraktisch ausgebaut, über die Gründe hierfür gibt es mehrere Meinungen. So befindet sich in einem Raum neben der Orgel noch der Aufgang zu einer zweiten Empore. Dadurch wird die Orgel nun von der Brüstung und einem Stützbogen verdeckt und ihre Pfeifen ragen in den Dachbereich.
Im September 1758 wurde die Dornburger Kirche feierlich eingeweiht, auch wenn sie schon einige Zeit vorher fertig gestellt war. Die Ursache für das Warten sieht man in der Flucht von Johanna Elisabeth und ihrem Sohn im März 1758 und der Hoffnung der Bürger auf ihre Rückkehr, welche jedoch nie erfolgte.
 



Kalenderblatt vom 19.06.2012

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