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19.09.2012 - Das Walter Gropius-Gymnasium

Das Walter-Gropius-Gymnasium in Dessau-RoßlauWalter Gropius, Namensgeber des Gymnasiums im Süden Dessau-Roßlaus, wurde am 18. Mai 1883 in Berlin geboren. Später studierte er sowohl in Berlin als auch in München. Walter Gropius wurde 1918 zum Direktor der Kunstgewerbeschule in Weimar ernannt und gründete 1919 in Weimar das Bauhaus, die Hochschule für Gestaltung, ein weltberühmtes Institut für sozial orientierte Architektur und Design. Im Jahr 1925 siedelte Walter Gropius mit dem Bauhaus in die Stadt Dessau um. Er war diesem als Direktor treu, bis er 1928 von seinem Amt zurücktrat.
Gropius lieferte die Entwürfe für die in den Jahren 1925/26 in Dessau entstandenen Meisterhäuser mit ihren charakteristischen funktionalen Formen. Er war später noch in Berlin als Architekt tätig. Gropius emigrierte 1933 nach London und ging von dort aus in die USA. Dort lehrte er von 1937-1952 an der Harvard University und gründete eine eigene Architekturschule.

Das Schulgebäude wurde am 24. April 1935 als Volksschule für den südlichen Teil der Stadt Dessau eröffnet.
Die Schule wurde im Stile Gropius erbaut und war die erste Schule dieser Art in Anhalt. Im Jahr 1936 konnte eine eigene Turnhalle von den Schülern genutzt werden. Die Gebäude dienten auch zum Schutz und zur Sicherheit durch die Luftangriffe im zweiten Weltkrieg. Nach 1945 wurde das Gebäude zunächst die 5. POS und 8. POS genannt, später auch Grundschule genannt. Noch später wurde die Schule „Oberschule-Mittelschule“ und im Jahr 1985 „Paul Schulze Schule“ genannt. Im Jahre 1991 entstand aus dem Schulgebäude ein „Gymnasium“, durch den wachsenden Bedarf an gymnasialer Ausbildung. Dass Walter Gropius die jüngere Geschichte Dessaus entscheidend mitgeprägt hat, war ein Anlass, diese Schule im Jahr 1993 nach ihm zu benennen. Seit dem 9. Juli 1993 trägt die Schule den Namen Gymnasium "Walter Gropius".
Ein Jahr darauf begann die Generalsanierung des Schulgebäudes. In drei Bauabschnitten wurde die Schule vom Keller bis zum Dach komplett erneuert. Am 23. November 1998 wurden die Schlüssel für das sanierte Schulgebäude feierlich übereicht.
Seit dem 30. April 2004 ist das Gymnasium offiziell eine Schule mit europäischer Orientierung und trägt die zusätzliche Bezeichnung "Europaschule". Aus den Händen des Kultusministers Prof. Dr. Olbertz nahm der Schulleiter die Urkunde in Empfang. Die Geschichte Europas wurde in vielen Unterrichtsstunden unter den verschiedensten Gesichtspunkten betrachtet. Im Rahmen des Sozialkundeunterrichtes fand im Dezember 2003 ein Schülerforum unter der Thematik "Erweiterung der EU am 1. Mai 2004 um 10 Länder - Segen oder Fluch?" statt.
Schon seit 1993 gibt es die „Kunstwerkstatt Süd“, als Außenstelle des Kunstraums im Hauptgebäude des Gropius Gymnasiums. In den Räumen befinden sich Werkstätten für Buchdruck und Keramik, ein Domizil für künstlerische Arbeitsgemeinschaften. In der Druckerei stehen Möglichkeiten zu typographischen Experimenten, zum Buch-, Plakat-, Kalender- und Visitenkartendruck zur Verfügung. Der Keramikraum dient zum kreativen künstlerischen Schaffen. Ton und Speckstein, Skulpturen und Plastiken entstanden so manches Mal unter schweißtreibenden Anstrengungen.
Mit Beginn des Schuljahres 1991/1992 wurde der „Schulchor“ gegründet, heute bekannt als Jugend- und Kammerchor des Walter-Gropius-Gymnasiums. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens, welche zahlreiche Auftritte und Musikstücke, wie Weihnachtskonzerte, Schuljahresabschlusskonzerte, Ausschnitte aus Musicals und Rock- und Pop präsentieren. Aus dem „Schulchor“ ist inzwischen ein bekannter und anerkannter Jugendchor des Landes Sachsen-Anhalt geworden.
Im Herbst 2000 wurde wieder die Deutsch-Theatergruppe gegründet. Die Schüler haben regelmäßig nachgefragt, um dort ihr schauspielerisches Talent zu beweisen. Diese Theatergruppe entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren und wurde ein fester Bestandteil des außerschulischen Lebens. Parallel, im Jahr 1992 wurde die English Drama Group durch die Gruppe von Sprach- und Theaterspiel-Enthusiasten gegründet. Die Gruppe ist seit mehr als 10 Jahren dabei und gehört zur guten Tradition des Gropius Gymnasiums. Die Sprache fördert die Fähigkeiten des englischen Sprechens und Hörverstehens nicht nur bei den Schauspielern, sondern auch bei Zuschauern.
Die Schulgebäude bieten eine Turnhalle, welche bereits erneut modernisiert und gut ausgerüstet ist. Hier können Basketball, Fußball, Volleyball und Uni-Hockey gespielt werden. Wenn noch Wünsche offen bleiben, kann auch der neue Sportplatz genutzt werden, welcher gleich daneben liegt. Im Jahr 2001 wurde die Neugestaltung der Sportanlagen abgeschlossen, ein Tartanplatz und eine Weitsprunganlage wurden angelegt sowie Fußballtore und Basketballkörbe angebracht, sodass die beliebigen Sportarten betrieben werden können. Im Jahr 1999 wurde der Uni-Hockey-Verein des Gymnasiums als SSV 98 Dessau e.V. gegründet. Uni-Hockey findet auf dem kleinen und auch auf dem großen Feld statt. Die Schulmannschaft qualifizierte sich zweimal für die Finalteilnahme am Uni-Hockey-Cup Sachsen-Anhalt.
Das Walter-Gropius-Gymnasium bietet eine Vielfalt an Unterrichtsfächern und verschiedene Wahl- und Pflichtkurse an. Es bestehen Partnerschaften zu anderen Schulen wie in Finnland, Spanien, Polen, Bayern, Österreich, Türkei und China.
Die Schule nimmt auch an künstlerischen Wettbewerben teil.
Heute beträgt die Anzahl der Schüler ca. 690, es gibt 27 Klassen und 53 Lehrkräfte.

 



Kalenderblatt vom 19.09.2012

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