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20.03.2012 - Christian Friedrich Gille – ein sächsischer Maler aus Ballenstedt

Brühlsche Terrassen in Dresden, 1862Der Landschaftsmaler Christian Friedrich Gille erblickte am 20. März 1805 in Ballenstedt das Licht der Welt und studierte ab seinem 20. Lebensjahr an der Dresdner Kunstakademie Landschaftskupferstecherei als Schüler von Johann G. Abraham Frenzel. 1827 wurde er Schüler des Norwegers J. Chr. Clausen Dahl und lernte bei ihm die Ölmalerei. Nach seinem Studium verdiente sich Gille seinen Lebensunterhalt als Lithograph, Porträtist, Landschaftszeichner und Zeichenlehrer.
Gille porträtierte eine Anzahl wichtiger Persönlichkeiten Dresdens und war für den sächsischen Kunstverein tätig.
Auch wenn ihn die Malerei nicht reich machte - Gille litt Zeit seines Lebens immer unter der schwierigen finanziellen Situation - blieb er ihr trotz allem treu.
In seinen Landschaftsstudien zeigt sich Gille als ein unsentimentaler, nüchterner Naturbetrachter, der mit seinen Bildtiteln wie „Die Bestellung des Ackers“ oder „Die Waisen am Grabe“ dem Publikum erklärt, was es sieht.
Christian F. Gille war Wahlsachse, wohnte in Dresden und sämtlichen Vororten, verbrachte aber jedes Jahr einige Zeit in Wahnsdorf, wo er am 9. Juli 1899 starb.
Seine Bilder waren zu ihrer Entstehung der Zeit voraus, sie entsprachen nicht der momentanen Kunstepoche. So wurden seine Werke, wie bei vielen Künstlern, erst nach seinem Tode wirklich gewürdigt und gehören heute auf dem Kunstmarkt zu den gesuchten Seltenheiten.


 



Kalenderblatt vom 20.03.2012

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