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21.02.2012 - Reppichau- eine Stadt mit Blick für die Kunst

Museum in ReppichauDas Eike von Repgow Dorf ( Reppichau) fand seine erste schriftliche Erwähnung am 28.12.1156 auf einem von Albrecht dem Bären abgehaltenen Landgericht. Die Familie Eike von Repgows war kurz zuvor in diesen Gau gekommen und benannte sich nach einem kleinen Dorf, dem heutigen Reppichau.
Das kleine Örtchen zählte um 1464 gerade mal 12 Bauern, wuchs mit der Zeit aber an und hat heute ca. 500 Einwohner. Anfang des 19. Jahrhunderts (1822/23) bekam Reppichau eine dorfeigene Kirche, in dessen Giebel ein Kreuz mit der Jahreszahl 1385 gemauert wurde. Den Altar der Kirche stiftete 13 Jahre später eine Frau aus Dankbarkeit über die Genesung ihres Kindes. Im Jahre 1848 gab es eine sogenannte „Sensenschlacht“ in Reppichau, bei der sich 28 Kossäten und die reicheren Bauern des Ortes bis vor den Herzog stritten. Ausschlaggebend war der Verkauf des Gehöfts Selchov, welches sich die Kossäten, sehr zum Ärgernis der wohlhabenden Bauern, zusammen kauften und untereinander aufteilten. Erst der Herzog in Dessau konnte den Streit schlichten und gab den Kossäten Recht.

Reppichau machte auch mit anderen Ereignissen auf sich aufmerksam, wie z. B. mit der Gründung der Dampfmolkerei 1912, die durch zahlreiche Umbauten schlussendlich die modernsten Maschinen besaß und von der Deutschen Milchwirtschaftlichen Hauptvereinigung ausgezeichnet wurde. Die Schließung des Werkes 1938, aufgrund der wirtschaftlichen Lage, ließ sich dadurch jedoch nicht verhindern.
Reppichau besitzt seit 1934 ein Eike von Repgow-Denkmal in Form einer mittelalterlichen Grabplatte. Ebenso wurde während des Waldfestes 1984 die ehemalige Schulstraße in Eike von Repgow Straße umbenannt. All dies zu Ehren des mittelalterlichen Rechtsgelehrten, dem Verfasser des Sachsenspiegels.

 



Kalenderblatt vom 21.02.2012

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