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21.06.2012 - Dr. Georg Krause - ein Chemiker aus Köthen

Der Sohn des Historikers, Bibliothekars und Anhaltischen Hofrates Gottfried Krause wurde am 21. Juni 1849 in Köthen geboren.
Georgs namhafter Taufpate war der Ornithologe Prof. Dr. Johann Friedrich Naumann.
Der spätere Chemiker und Philanthrop absolvierte nach dem Gymnasium eine Apothekerlehre und studierte von 1871-72 in Berlin Pharmazie und Chemie.
Georg Krause arbeitete er in verschiedenen Apotheken Deutschlands und der Schweiz. Ab 1874 war er als Chemiker in der Zuckerfabrik Wulfen und der Chemischen Fabrik in Leopoldshall tätig.
Nach seiner Promotion zum doctor philosophiae an der Universität Jena hielt Krause sich als Assistent an der Bergakademie in Clausthal auf.
1876 entdeckte der Köthener das Staßfurter Mineral „Reichhardit“.
Obwohl es in Deutschland zu seiner Zeit schon einige Fachzeitschriften für die Chemie gab, entschloss sich Georg Krause eine eigene Zeitschrift, die „Chemiker-Zeitung“ herauszubringen. Nach einer ersten Probeausgabe im Jahr 1876, erfolgte die Herausgabe ab 1877 regelmäßig. Trotz der guten Einnahmen verkaufte der Chemiker die Zeitung 1905 an einen Stuttgarter Verleger. Heute ist die „Chemiker-Zeitung“ im Dr. Alfred Hüthig-Verlag zu finden.
Nachdem sich Krause wieder in Köthen niederließ, erlangte er durch seine zahlreichen Förderungen und Finanzierungen verschiedener Projekte hohes Ansehen bei der Bevölkerung. Unter anderem war er Hauptsponsor des Fürst-Ludwig-Denkmals, außerdem unterstütze er Kirchen und die Bürgerschule für Mädchen.
Das Deutsche Museum in München verfügt heute über eine einmalige Sammlung des Kötheners, die aus historischen Fotografien und handschriftlichen Lebensläufen bedeutender Chemiker besteht.
In Anerkennung seiner Erfolge wurde Georg Krause vielfach geehrt, so erhielt er im Jahr 1900 den anhaltischen Verdienstorden für Wissenschaft und Kunst, ein Jahr später ernannte ihn der Herzog Friedrich I. zum Professor. Selbst eine Straße wurde 1913 in die Dr.-Krause-Straße umbenannt, was eine Ausnahme darstellte, denn zu dieser Zeit lebte der Geehrte noch.
Der Köthener starb am 8. März 1927 in seiner Geburtsstadt.
 



Kalenderblatt vom 21.06.2012

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