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21.07.2012 - Gohrau: die Ferien gehen jetzt richtig los…

Die Jugendbildungs- und Bewegungsstätte in GohrauGohrau, ein Dorf im Grünen, umgeben von Kiefern- und Laubwald, ist nach der letzten Gebietsreform 2011 ein Ortsteil der Stadt Oranienbaum-Wörlitz. Die Slawen besiedelten um 1200 die Gegend, welche im Zehnregister als „Gore“ auftaucht. Gore stammt von gorti ab und bedeutet so viel wie „brennen“ oder „glühen“, was auf eine Entstehung durch Rodung hinweist.
Im späten Mittelalter lag der Ort wüst und wurde erst seit 1579 wieder bewohnt. Als Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau die Ländereien im 18. Jahrhundert erwarb, wurde Gohrau ein herzogliches Dorf und vergrößerte sich durch den Bau neuer Häuser erheblich. Das vom Herzog 1819 genehmigte erste Backhaus ist noch heute eine Bäckerei. Ein Schulgebäude wurde 1822 errichtet und gegen Ende des 19. Jahrhunderts erneuert und vergrößert. Die schon damals zum Dorf gehörige Dampfmühle, spätere Schrotmühle war bis 1990 in Betrieb.
Durch eine neugebaute Verlängerung verfügte Gohrau 1934 über einen Anschluss an die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn. Bis zur Stilllegung im Jahr 1961 nutzte man die Teilstrecke für den Personen- und Güterverkehr.
Von einer Maschinenausleihstation 1949 zu einem Kreisbetrieb für Landtechnik in der Wendezeit entwickelte sich der Hauptarbeitgeber des Ortes. 1969 wurde am südlichen Ortsrand ein neuer Schulkomplex für die Kinder aus Selbitz, Rehsen, Riesigk und Gohrau errichtet. 1985 kam ein moderner Turnhallenbau hinzu.
Nach der politischen Wende entstanden in Gohrau viele Einfamilienhäuser. Aus dem ehemaligen Hauptgebäude des Kreisbetriebes wurden Gemeindebüros, eine Bibliothek und das Feuerwehrdepot. Straßen und Schulwege wurden saniert und Trink- und Abwasserleitungen verlegt. Das Dorf wurde zunehmend moderner und attraktiver und konnte einen enormen Anstieg der Einwohnerzahl verzeichnen.

Auf dem ehemaligen Schulgelände am Ortsrand etablierte sich eine internationale Jugendbildungs- und Bewegungsstätte. 1998 eröffnet, bietet die behindertengerechte JBBS Gohrau zahlreiche Möglichkeiten, ob für Klassenfahrten, Ferienlager, Trainingslager, Projekttage oder Familienfeiern.
In unterschiedlichen Räumen können bereits Kinder im Kindergartenalter übernachten. Jeder Raum wurde nach einem bestimmten Thema gestaltet und hat einen eigenen Namen. So finden sich unter anderem der „Fuchsbau“ oder die „Biberburg“. Auf dem Gelände gibt es Hasen zum Anfassen und Füttern, einen Grillplatz und einen kleinen Pool. Sportvereine können die Turnhalle und den Fußballplatz nutzen. Für Regentage bietet ein großer Aufenthaltsraum mit diversen Spielmöglichkeiten Abwechslung.
Durch die Nähe zum Bergwitzsee und dem Rehsener See sind beste Voraussetzungen zum Baden gegeben. Der angrenzende Naturlehrpfad lässt sich sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad erkunden.
Wer jetzt Lust bekommen hat, die Region Anhalt auf ganz besondere Weise kennenzulernen, der schaut doch einfach selbst einmal vorbei unter www.jbbs-gohrau.de
 



Kalenderblatt vom 21.07.2012

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