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22.12.2012 - Bräuche und Sitten rund um die Weihnachtszeit

Weihnachtsmarkt in Dessau (Foto: Hannes Zeise, Quelle: www.dessau-rosslau.de)Es gibt viele verschiedene Weihnachtsbräuche, so auch in Anhalt. Einige davon stellen wir Ihnen heute vor.

Die Weihnachtspyramide wurde von Schnitzern und Drechslern im Erzgebirge geschaffen. Auf mehreren Stockwerken werden Bilder des alltäglichen Lebens auch Themenbereiche wie Christi Geburt, Engel, Apostel und Paradiesgärten gezeigt. Aus den kleinen Öllämpchen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts billige Paraffinkerzen oder Stearinkerzen, später dann elektrische Lichter. In den Jahren entwickelten sich die Pyramiden in Aussehen und Größe, hatten verschiedene Formen, bestanden aus verschiedensten Materialien oder waren auch mit Musik ausgestattet. Manche Pyramide ist größer, als ein Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt.

Die Weihnachtskrippe ist eine Darstellung aus der Weihnachtsgeschichte, mit den Figuren Bethlehems. Eine der ältesten Krippen steht in Rom, in der Kirche von Santa Maria Maggiore, diese wurde im Jahr 1289 von Arnolfo di Cambio aus Alabaster gefertigt und 1291 dieser Kirche gestiftet. Die berühmteste  Krippe ist die neapolitanische Krippe von Michele Perrone, (welche es aber laut Bibelschriften nie gab). Schon im 4. Jahrhundert gab es bildliche Darstellungen der Geburt Christi in Rom. In Prag wurden 1562 von Jesuiten, in Innsbruck 1608 und in München 1607, die ersten Krippen aufgestellt. Die Krippen standen bis zum 19. Jahrhundert im Mittelpunkt, bevor sie dann vom Weihnachtsbaum abgelöst wurden.
Im Spätmittelalter fanden Verkaufsmessen statt, die sich bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem festen Element, als Weihnachtsbrauch, dem Weihnachtsmarkt entwickelten.

Weihnachtsmärkte: Einer der bekanntesten ist der Nürnberger Christkindlmarkt, diesen gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Bereits 1310 wurde der Münchener Christkindlmarkt erstmals erwähnt, einen Besuch können sie auch dem Schwabinger Künstlerweihnachtsmarkt abstatten. Schnitzereien aus dem Erzgebirge und Dresdner Stollen sind die traditionellen Angebote auf dem Dresdner Striezelmarkt. Dieser fand das erste Mal im Jahr 1434 statt.
In Leipzig wurde erstmals 1458 ein Weihnachtsmarkt veranstaltet, eine besondere Attraktion ist der große freistehende Adventskalender. Weihnachtsartikel, Gewürze, Tee, Lametta und Süßes sind genauso heiß begehrt wie der Weihnachtsmann, welcher den Kindern Süßes schenkt. In Köthen ist der Märchenumzug durch die Innenstadt genauso beliebt, wie die Weihnachtsfeier in der Stiftskirche St. Cyriakus zu Gernrode.
Die Zerbster treffen sich in der Ruine der Kirche St. Nikolai am Marktplatz.
In Dessau wird der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz aufgebaut. In der Marienkirche finden zur Adventszeit kirchliche und weihnachtliche Veranstaltungen statt.
 



Kalenderblatt vom 22.12.2012

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