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23.06.2012 - Uta von Ballenstedt – Mitstifterin des Naumburger Doms

Naumburger Dom, Westchor und -türmeDie aus hochadligem Geschlecht stammende und mit dem Kaiserhaus verwandte Askanierin wurde um 1000 in Ballenstedt geboren. Uta war die Tochter des Grafen Adalbert von Ballenstedt und die Schwester von Esico von Ballenstedt. Adalbert verheiratete sie 1026, vermutlich aus Machtgründen, mit dem Markgrafen Ekkehard II. von Meißen, allerdings blieb diese Ehe kinderlos.
Uta von Ballenstedt war, gemeinsam mit ihrem Mann, Mitstifterin des Naumburger Doms.
Seit Mitte des 13. Jahrhunderts steht die ihr gewidmete Plastik als eine der 12 Stifterfiguren im Dom.
Nach dem Tod ihres Gatten im Jahr 1046 fiel ihre ganze Mitgift zum einen Teil an den Stift Gernrode, in dem ihre Schwester Hazecha zur Äbtissin gewählt wurde und zum anderen Teil an Kaiserin Agnes.
Zu bedeutendem Ruhm gelangte Uta jedoch erst nach ihrem Tode um das Jahr 1046. Ein unbekannter „Naumburger Meister“ schuf die Naumburger Domfiguren. Die Statuen von Uta und Ekkehard gelten als einzigartige Kunstwerke, wobei gerade Utas Figur sehr beliebt ist. Aus Kunst wurde eine Volksfigur. Vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellte Uta den Inbegriff der deutschen Frauenschönheit dar und verkörperte das Kunstideal der Nationalsozialisten. Als kühle, aristokratische und stolze Schönheit mit rotem Erdbeermund wird sie beschrieben.

Wussten Sie, dass Utas Figur mit ihrem ernsten, nachdenklichen aber doch umwerfend schönen Gesicht Vorbild für die böse Königin in Walt Disneys Zeichentrickfilm „Schneewittchen“ war?
 



Kalenderblatt vom 23.06.2012

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