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24.11.2012 - "Blaues Band" - Abtenteuer und Romantik

Der Sophienhafen in Halle (Saale), aufgestelztes Lager- und VerladegebäudeSeit Menschengedenken führen durch Sachsen-Anhalt zahlreiche Wasserwege und Handelswege aus Nord und West, aus Ost und Süd, zueinander.
Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) kam die Saaleschifffahrt zum Erliegen. Die Schleusen wurden von den Söldnerheeren zerstört. 1694 errichtete man steinerne Schleusen. Die erste war in Trotha bei Halle, später folgten Schleusen bei Bernburg, Calbe, Alsleben und Weißenfels. Bis 1822 entstand eine durchgehende Wasserstraße von Artern bis zur Saalemündung.
Im Jahre 1854 erfolgte die Einweihung des ersten Hafens „Sophienhafen" an der Saale in Halle.
In Rosslau an der Elbe wurden 1878 die ersten Hinterraddampfer für die Saale gebaut, sie hießen "Prinzerbe" und "Halle". Zum Ende des 18. Jahrhunderts war man mit dem Bau des "Saale-Elster-Kanals", fertig.
Der erste Schifferverein mit dem Namen der freundlichen Wassernixe "Undine" entstand im Jahre 1890 in Alsleben an der Saale.
Zur Entwicklung der Wasserwege hatte die Stadt Alsleben entschieden beigetragen, daher nannte man sie auch „Klein–Hamburg“ an der Saale. Es gab in Alsleben schon mehrere Elbkähne, Oderkähne, Saalekähne und Zillen. Zu dieser Zeit entstanden auch die ersten festen Schifffahrtswege zum Transport von Holz, Salz und Lebensmitteln.
In den Zeiten des Kalten Krieges wurde die Elbe von der Nord- und Ostsee abgeschnitten. Der Schiffsverkehr konnte über den Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal bis zur Oder nicht durchgängig befahren werden.
Später wurde die „Saaleschifffahrt Undine“ im Kulturbund der DDR gegründet.
Die heutigen „Vereinigten Schiffervereine“ zählen 115 Mitglieder.
Eine touristische Fahrt auf der Saale ist immer auch eine Tour durch die Geschichte. Zahlreiche Burgen und Schlösser voller Romantik sind Zeugnisse einer wechselvollen Vergangenheit. Der Fluss nimmt seinen Lauf über 413 km bis zur Mündung in die Elbe.

1995 wurde das Projekt „Blaues Band in Sachsen-Anhalt“ gestartet, welches durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes initiiert wurde. Ziel ist es diese einzigartige Landschaft und die Bedeutung der Kulturstätten an den Ufern der Flüsse und Kanäle des Bundeslandes Rechnung zu tragen und den Tourismus zu fördern. Im Jahr 2005 waren schon mehr als 50 Einzelstandorte durch Städte, Gemeinden und private Investoren zugänglich gemacht. Durch die öffentliche Unterstützung der Vereine und auch aus eigener Kraft, wurden die Angebote verbessert. Es entstand ein wassertouristisches Netzwerk.
Die einzigartigen Flusslandschaften am und um das „Blaue Band“ können Sie auch auf einem Fahrgastschiff entdecken. Ob auf schmalen Kanälen, breiten Flüssen oder Seen, die Fahrt ist immer ein Erlebnis. Neben Linienfahrten bieten sich zwischen historischen Schifferstädten eine Vielzahl von Sonderfahrten, Chartertouren auf Elbe, Saale, Havel und Kanälen interessante Touren an. Neben den Sehenswürdigkeiten von der Wasserseite aus gibt es auch flussbegleitende Radwege. Es wurden neue Steganlagen und Servicestationen errichtet. Es gibt vielseitige Programme und Aktivitäten am und sogar unter Wasser. Im Jahr 2004 wurde ein wassertouristisches Leitsystem mit der Beschilderung „Blaues Band“ nach europäischem Standart eingeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen finden Sie unter www.blauesband.de
 



Kalenderblatt vom 24.11.2012

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