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26.02.2012 - Einer der frühen Askanier – Albrecht der Bär

Denkmal Albrechts in BallenstedtAlbrecht der Bär wurde als Sohn von Graf Otto von Ballenstedt um 1100 geboren. Er war der Urenkel von Esico, einem Grafen aus dem Geschlecht der (späteren) Askanier.
Für den Beinamen „der Bär“ gibt es mehrere Erklärungsversuche. So vermutet man, dass Albrecht in Bernburg, „der Burg des Bären“ geboren wurde.
Andererseits könnte der Name auch einfach nur als Gegenpol zu „Heinrich dem Löwen“ stehen.
Albrechts Werdegang begann, als der Herzog Lothar ihn 1125 als Markgraf der Lausitz einsetzte, was dem jungen Bären nicht genügte, denn der gierte noch nach der sächsischen Nordmark (heute Altmark und angrenzende Gebiete).
Vier Jahre später kam es daher zum Krieg zwischen Albrecht I. und Graf Udo von Freckleben. Letzterer verlor sein Leben und Albrecht konnte die Hildagsburg bei Wolmirstedt besetzen. Die Nordmark allerdings gehörte ihm immer noch nicht. Erst als Udos Nachfolger Konrad von Plötzkau 1132 starb, bekam Albrecht der Bär die Nordmark übertragen.
In den folgenden Jahren strebte der Bär immer weiter nach neuen Eroberungen und lieferte sich erbitterte Kämpfe  mit den Welfen. Ein Gegner, auf den er immer wieder traf, war der Sachsenherzog Heinrich der Löwe.
Für einige Zeit konzentrierte sich Albrecht auf die Christianisierung der Wenden östlich der Elbe und führte 1147 einen Kreuzzug gegen sie an. Drei Jahre später erhielt er durch ein wendisches Fürstenerbe etliche Ländereien, das heutige Brandenburg. Dieses Erbe konnte er allerdings erst 1157 antreten und trug von da an die Bezeichnung Markgraf von Brandenburg.
Bald darauf kam es erneut zu Streitereien zwischen ihm und Heinrich den Löwen. Kaiser Barbarossa schlichtete, indem er jedem eine der umstrittenen Grafschaften zusprach. Albrecht erhielt die Grafschaft Plötzkau.
In allen eroberten Ländereien sorgte „der Bär“ für rege Besiedlung und Bewirtschaftung der einst sumpfigen und unfruchtbaren Regionen und brachte somit hohe Erlöse und Reichtum der Kirchen.
Albrecht starb im November 1170 und fand im heutigen Schloss Ballenstedt seine letzte Ruhe. Seine Ländereien wurden unter seinen sieben Söhne aufgeteilt.
 



Kalenderblatt vom 26.02.2012

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