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26.09.2012 - Das Schwedenhaus

Das SchwedenhausDas einst wunderschön anzusehende Schwedenhaus, damals als Deichwächterhaus im neugotischen Stil erbaut, wurde von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt–Dessau 1784 - 1786 in Auftrag gegeben.
Es diente nicht nur als Wohnsitz, sondern auch zum Einlagern von Gerätschaften für benachbarte Hochwasserwälle, welche dort instand gehalten wurden. Damals hieß das Gebäude noch „Gustavusburg“ und erhielt diese Bezeichnung nach einem, der Straße zugewandten und vergoldetem Relief von Gustav Adolf an der Hauptfassade. Der Fürst schenkte 1792 das Gebäude dem schwedischen Hauptmann Baron von Greifenheim. Durch vier schwedische Fahnen auf den Ecktürmen des Gebäudes und dem Relief von Gustav Adolf bekam das Gebäude seinen noch heute erhaltenen Namen „Schwedenhaus“. Das Schwedenhaus findet man heute an der Straße von Dessau-Waldersee nach Vockerode auf der rechten Seite. Ab 1863 wurde das Schwedenhaus noch als gastwirtschaftlicher Betrieb genutzt und bis 1969 als Baudenkmal geschützt, dann verfiel es zusehend. Im 19. Jahrhundert wurde an der Westfassade die Büste des Fürsten Franz auf einen Sockel aufgestellt. 2006 konnte die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz die Ruine erwerben und dank finanzieller Förderungen des Landes Sachsen-Anhalt ergab sich die Möglichkeit, die vorhandene Bausubstanz instand zu setzen. Heute ist nicht mehr viel von dem Gebäude übrig. Im Moment finden Sanierungsarbeiten statt, es wird spekuliert, dass es in ein paar Jahren vielleicht wieder so, wie es Baumeister Hesekiel einst erbaute, aufgebaut werden soll. Ganz in der Nähe des Schwedenhauses befindet sich der Schwedenwall. Dieser wurde zum Schutz gegen Hochwasser 1707 durch Fürst Leopold von Anhalt-Dessau erbaut, brach aber im August 2002 und der gesamte Ortsteil Waldersee wurde überflutet. Dadurch erlangte er eine traurige Berühmtheit.
 



Kalenderblatt vom 26.09.2012

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