HomeStartseiteKalenderblätter

27.05.2012 - Pfingsten und seine Traditionen

Pfingstdarstellung im Ingeborg-Psalter (um 1200)Ist´s an Ostern schön und warm,
kommt die Verwandtschaft und frisst Dich arm.
Ist´s an Pfingsten schön und heiter,
kommen´s wieder - und fressen weiter !
(allgemeines Sprichwort ohne bekannten Verfasser)

Das Pfingstfest ist der 3. Höhepunkt im Kirchenjahr. Es geht auf das jüdische Wochenfest Schawuot zurück und wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert. „Pfingsten“ leitet sich von dem jüdischen Wort Pentekoste ab, was soviel wie „der fünfzigste“ bedeutet. Die Gläubigen feiern also 50 Tage nach der Auferstehung Christi (Ostern) die Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel.

Mit dem Pfingstfest schließt die Osterzeit endgültig ab. Dies wird auch in Anhalt von zahlreichen Traditionen begleitet:
- Bis ins 19. Jahrhundert hinein trieb man vielerorts einen Pfingstochsen durchs Dorf. Der Pfingstochse stand früher als Symbol für die üblichen Opfergaben und wurde stets festlich mit Blumen, Stroh und Kränzen geschmückt.
- Mancherorts gibt es noch heute das Pfingstfeuer oder den Pfingstbaum, der mit einem großen Fest aufgestellt und bewacht wird. Meist eine geschmückte Birke oder Fichte.
- Traditionell und ebenso beliebt ist das „Eiersingen“ oder „Schnorren“. Dabei ziehen die Beteiligten, in einigen Orten singend durch das Dorf. Von den Bewohnern werden sie dann mit Eiern, Speck, Kartoffeln und Flüssigem belohnt. Daraus werden später Waffeln und andere Köstlichkeiten zubereitet, die bei Gesang gemeinsam verspeist werden. Diese Tradition findet man zum Beispiel heute noch in Krakau, einem kleinen Ortsteil von Coswig.

 



Kalenderblatt vom 27.05.2012

Alle bisherigen Kalenderblätter anzeigen