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27.11.2012 - Der Wasserturm - ein Wahrzeichen Dessau-Roßlaus

Der neue Wasserturm am Lutherplatz in DessauDer Wasserturm am Lutherplatz wurde im Jahr 1896 von dem Dessauer Stadtbaumeister und Architekten Paul Engel errichtet und 1897 fertig gestellt und eingeweiht. Dieser wurde im Stil des Eklektizismus (Vermischung mehrerer Architekturstile an einem Gebäude) erbaut und ist noch heute ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt. 

Früher mussten die Dessauer ihr Wasser von den öffentlichen Brunnen holen oder man konnte streckenweise die Wasserversorgung über bleierne und hölzerne Rohre nutzen.
Der erste Wasserturm wurde im Jahr 1870 in der Heidestraße erbaut und hatte ein Fassungsvermögen von 600 m³, sein Wasser sehr eisenhaltig.
Der neue Wasserturm am Lutherplatz war 63,5 m hoch und hatte ein Fassungsvermögen von 1100 m³, hier war die Wasserqualität viel besser. Er hat einen Innendurchmesser von 17 m. Im Jahre 1919 verunglückte ein Pilot, als er die Höhe des Turmes falsch einschätzte und mit dem Doppeldecker an der Wetterfahne hängen blieb. Er stürzte dann in der Friesenstraße ab.
Nach dem Umbau der städtischen Wasserwerke wurden die beiden Wassertürme nicht mehr gebraucht und blieben auch während der alliierten Luftangriffe vom 7. März 1945 weitgehend verschont. Der Wasserturm am Lutherplatz blieb etliche Jahre ungenutzt und sein baulicher Zustand verschlechterte sich rapide. Im Jahr 1995 wurde der Turm als Einzeldenkmal in das Denkmal-Verzeichnis aufgenommen. Anschließend wurde ein letzter Umbau von einem privaten Investor geplant und angefangen. Dieser wollte dort eine gastronomische Einrichtung und Büroräume eröffnen. Diese Idee scheiterte schon kurz nach dem Ausbau des Wasserbehälters. Wieder stand der Wasserturm viele Jahre leer und blieb ungenutzt.
Im Oktober 2006 wurde der “Verein zur Förderung und Erhaltung des Neuen Wasserturms e.V.“, von dem Geschäftsführer der DVV Stadtwerke Dessau, Hans Tobler, gegründet.
Der Verein möchte den Turm vor dem weitern Zerfall schützen und äußerlich original getreu restaurieren, dies gelingt jedoch nur mühsam und ist von Spendengeldern abhängig. Das Turmdach und die Turmspitze wurden bereits saniert. Als nächster Schritt ist die Sanierung der vier Ecktürme geplant.
Der Verein sucht für das Dessauer Wahrzeichen weitere Interessenten und Spenden.
 



Kalenderblatt vom 27.11.2012

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