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27.12.2012 - Johann Arndt - nachreformatischer Theologe aus Anhalt

Johann ArndtJohann Arndt wurde am 27. Dezember 1555 in Edderitz geboren. Sein Vater, Jakob Arndt, ein gebürtiger Köthener, war Schulmeister in Könnern und Pfarrer in Edderitz. Seine Mutter, Anna Arndt, geborene Söchtings, hatte drei Kinder: Johann, Matthias und Elisabeth.
Während seiner Jugendzeit besuchte Johann Arndt die Schulen von Aschersleben, Halberstadt und Magdeburg und studierte an den Universitäten Helmstedt und Wittenberg. In Polykarp Leyser der Ältere fand er dort einen theologischen Lehrer. Später besuchte er die Universität Straßburg und die Universität Basel.
Im Jahr 1581 reiste er in seine anhaltische Heimat zurück und unterrichtete als Schullehrer in Ballenstedt. Ein Jahr später, im Jahr 1582, heiratete er Anna Wagner, sie war die Tochter von Christian Wagner, eines Amtmanns und Richters in Ermsleben.
Das lutherische Pastorat in Badeborn wurde ihm 1583 von Fürst Joachim Ernst von Anhalt übertragen. Zwischenzeitlich, um 1590, weigerte sich Johann Arndt den Taufexorzismus abzuschaffen und wurde deshalb des Landes verwiesen. Arndt arbeitete fast zehn Jahre lang in Quedlinburg als Pfarrer, dann in Braunschweig und Eisleben und später als Generalsuperintendent in Celle.
Zur Ostermesse 1605 erschien sein erstes Buch “Von wahrem Christentum“ in Frankfurt/Main. Später brachte er u. a. weitere kleine Schriften (z. B. „Theologia deutsch“ und „Nachfolge Christi“) heraus.
Am 11. Mai 1621 verstarbt Arndt in Celle und wurde am 25. Mai 1621 in der Pfarrkirche bestattet.
Arndts Werke wurden in den meisten europäischen und vielen außereuropäischen Sprachen übersetzt.
Am 16.Dezember 2005 wurde die „Johann-Arndt-Gesellschaft“ im Schloss Ballenstedt gegründet, mit dem ausgewählten Präsidenten Prof. Dr. Hans Schneider aus Magdeburg. Zum 450. Ehrentag würdigten die Menschen sein Leben und seine Werke in seiner anhaltischen Heimat. U. a. wurde auch Gedenktafeln in Ballenstedt und Badeborn errichtet.

 



Kalenderblatt vom 27.12.2012

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