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29.01.2012 - Das Schloss Bernburg - die Krone Anhalts

Schloss in BernburgErstmals 961 als „Brandanburg“ in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto I. erwähnt, tritt die askanische Rund- und Fliehburg „Berneburch“ (Berneborch) ein zweites Mal 1138, als sie im Verlauf von Streitigkeiten zwischen Welfen und Staufen gebrandschatzt wurde, in Erscheinung.
Die „Berneborch“ diente zu dieser Zeit der Gräfin Eilika Billung von Sachsen, der Mutter des großen Markgrafen Albrecht der Bär, als Witwensitz. Albrecht der Bär ließ die Burg an gleicher Stelle schon wenige Jahre später wieder errichten. Aus dieser Zeit stammt auch der mächtige Bergfried, der seit einigen Jahrhunderten den Beinamen „Eulenspiegelturm“ trägt. Benannt nach dem Schalk Till Eulenspiegel, der zu dieser Zeit als Turmwächter sein Unwesen trieb.
 Im 16. Jahrhundert erfolgte im Auftrag von Fürst Wolfgang von Anhalt der Umbau zu einem prächtigen Renaissanceschloss. Noch heute erhebt sich das Renaissanceschloss auf hohem Sandsteinfelsen am östlichen Saaleufer und ist das am vollständigsten erhaltene Residenz- und Wohnschloss der Fürsten und späteren Herzöge von Anhalt Bernburg (1603 - 1863). In Anhalt hat das Schloss den Ruf, das schönste und stolzeste zu sein.
Der wertvollste Schmuck des zu dieser Zeit entstandenen Wolfgangbaus sind die Runderker, die so genannten „Leuchten“. Auf ihnen sind die Reliefbildnisse verschiedener Fürsten der Reformation abgebildet. Unter Joachim Ernst wurde der Umbau gen Osten fortgesetzt bevor das Schloss 1603 nach der Teilung Anhalts als Residenz für die Fürsten von Anhalt-Bernburg diente.
Mit dem Tod von Herzog Alexander Carl erlischt die Linie Anhalt-Bernburg und das Gebiet fällt an Anhalt-Dessau. Das Schloss wird 1878 Staatsbesitz.

 



Kalenderblatt vom 29.01.2012

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