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29.09.2012 - Das Erntedankfest und der Förder- und Heimatverein Dessau-Alten e.V.

Das Erntedankfest ist eine traditionelle Feier nach der Ernte im Herbst, um sich bei Gott für die Gaben der Ernte zu bedanken. In den katholischen Kirchen gibt es diesen Brauch schon seit dem 3. Jahrhundert. Adolf Hitler ließ 1934 mit dem „Gesetz über die Feiertage“ verfügen, dass das Fest am ersten Sonntag nach dem 29. September (Michaelis) gesetzlicher Feiertag wurde. Dem Reichserntedankfest wurde mit dem Lied von Matthias Claudius „Wir pflügen und wir streuen“ gedacht. An diesem Festtag werden die Anger oder Kirchenplätze mit Getreide, Früchten und Blumen geschmückt und je nach Ort und Veranstalter werden Umzüge oder Veranstaltungen, z. B. das Schaudreschen von Getreide, durchgeführt. Das Erntedankfest in Dessau-Alten wird vom Verein der Philipp Melanchthon Kirche und dem Förder- und Heimatverein Dessau Alten e.V. zusätzlich mit Sponsoren organisiert.
Der Förder- und Heimatverein Dessau-Alten e.V. wurde am 25. November 2004 mit damals 19 Mitgliedern und Herrn Krabbenhöft, als Vorsitzenden, gegründet. Der Grundstein des Vereins ist Walter Hartmann zu verdanken, dieser wurde am 30. Dezember 1912 geboren und starb am 9. November 1999. Zunächst als Motorenschlosser, später als Geschichtslehrer und Direktor der 13. POS, sammelte er historische Werke und Aufzeichnungen. Nach seinem Tod wurde sein Lebenswerk innerhalb der Familie fortgesetzt. In der Sekundarschule Zoberberg und später im ehemaligen Kindergarten Schochplan konnte man die Ausstellungen und Werke von 1992 bis ca. 2004 betrachten und Wissenswertes über Dessau-Alten erfahren. Aus Platzgründen, da die Sammlungen stets wuchsen, erfolgte ein Umzug in Räumlichkeiten am Klinikum. Seit 1945 nutzte dort das Städtische Klinikum die historischen Gebäude des Junkerkonzerns, die ehemalige Fliegertechnische Vorschule war dort sesshaft. Hier konnten die Ausstellungen und Modelle ausgebessert und vergrößert werden, die Einweihung fand am 18. Dezember 2006 statt und im ersten halben Jahr zählte man bereits 1700 Besucher. Im Laufe der Jahre, mit zunehmender Größe und zahlreichen Projekten, wurde die „Heimatstube Alten“ in „Heimatmuseum Alten“, unter der Leitung von Gerhardt Hoffmann, umbenannt. Das Heimatmuseum ist ganztägig geöffnet und der Eintritt ist kostenfrei. Es ist gleichzeitig die „Klinikbibliothek“. Es werden Lesungen und thematische Veranstaltungen angeboten und man kann die Geschichte von Alten ab dem Jahre 1709 verfolgen. Höhepunkte sind die Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen, man kann u. a. eine Küche von 1940 oder die historische Schusterwerkstatt von Rudi Renning bestaunen und in die Entstehungsgeschichte der Junkerswerke eintauchen. Ein Naturlehrpfad befindet sich zwischen Dessau-Alten und Kochstedt, hier kann man in verschiedenen Objekten und an Lehrtafeln viel Interessantes über Natur und Tiere kennenlernen. Wichtig zu erwähnen ist, dass eigene Wappen mit den Symbolen von Pflug, Lindenzweig und Propeller, welche die Landwirtschaft, eine der ältesten Straßen (die Lindenstraße) und den Hugo Junkers-Industriestandort symbolisieren. Der FHVDA nimmt an vielen Veranstaltungen teil, führt Wanderungen auf dem Naturpfad durch, organisiert Straßenfeste, führt Ehrungen zu Junkers durch und nahm unter anderen auch am Sachsen-Anhalt-Tag 2012 in Dessau-Roßlau, mit einer Ausstellung im ehemaligen „Boyke-Sportgeschäft“, teil. Die Heimatgeschichte von Alten ist in kleinen geordneten Heften nachlesbar oder als Film anzusehen.

Wussten Sie schon, dass der Enkel von Hugo Junkers, Bernd Junker, persönlich das Heimatmuseum besuchte?
 



Kalenderblatt vom 29.09.2012

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