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29.10.2012 - Das Schloss Hohenerxleben

Das Schloss Hohenerxleben befindet sich im Ortsteil Hohenerxleben der Stadt Staßfurt im Salzlandkreis. Bis zum Jahr 2003 war der kleine Ort an der Bode eine selbstständige Gemeinde. Das Schloss steht auf einem Kalkfelsen hoch über der Bode. Am 28. Februar 1205 wurde es als “Erikesleva justa Bodam“ erstmals urkundlich erwähnt. Als Wohnturm mit Burggraben, gehörte es erst der Familie von Freckleben und später der Familie Hoym. Anfang des 16. Jahrhunderts ging die Burg in den Besitz der Familie Krosigk über und diese ließen 1560 den Ostturm aufstocken. Im Jahre 1807 wurde der Westflügel abgerissen und durch einen Biedermeier-Bau ersetzt, mit den Trümmern füllte man die Trockengräben. Mit dem Bau des Mittelflügels im 18. Jahrhundert wurde diese verbunden mit dem bestehenden Westflügel. Ende des 19. Jahrhunderts, nach dem letzten Umbau, mit den Entwürfen vom Hannoveraner Architekten Ferdinand Schorbach, hatte der fünfstöckige Turm einen Neorenaissance Stil bekommen und im Innenhof entstanden zwei Portale. Der Dachreiter des Mitteltraktes wurde dazu komplett abgetragen. Die Familie Krosigk hatte das Schloss knapp 480 Jahre in ihrem Familienbesitz, es entstand eine Kirche und fast das gesamte Dorf in ihrer Zeit. Im Jahr 1945 wurde die Familie Krosigk vom Schloss enteignet und das dann als Schulungsort genutzt. Von 1991 bis 1997 stand es leer, verfiel, wurde zerschlagen und ausgeplündert. Am 24. August 1997 gründete Ingrid von Krosigk die Stiftung “Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben“ und kaufte mit der „Kunst und Gesundungshaus GbR Berlin“ das verwahrloste Schloss.
Seit der Gründung wird das Schloss nach und nach restauriert und steht unter Denkmalschutz. Zusammen mit dem Kultur- und Heimatverein Hohenerxleben e.V., welcher zur 800. Jahrfeier im Mai 2005 gegründet wurde, werden Veranstaltungen und gemeinsame Projekte entwickelt und ausgeführt.
 



Kalenderblatt vom 29.10.2012

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