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30.06.2012 - Johann August Bunge – Ein Architekt und Planer am fürstlichen Hof

Heutiges Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg, Foto: Dr. Roland Wiermann

Aus guten Verhältnissen stammend, trat der, am 30. Juni 1774 in Bernburg geborene Johann Philipp August Bunge, in die Fußstapfen seiner Eltern und begab sich in den Dienst des Herzogs von Anhalt-Bernburg. Er war ein bodenständiger und arbeitsamer Hofbeamter und stieg mit seinem Können als Architekt des Klassizismus, einer kunstgeschichtlichen Epoche zwischen 1770 und 1840, zum Baumeister in Bernburg auf. Später nahm er die Ämter als Bauinspektor und Baurat wahr. In der Gunst des Fürsten stehend, wurde Bunge schon bald Oberbaurat und Leiter des Anhalt-Bernburger Bauwesens.
Nach seinen Plänen und den Ideen von Karl Friedrich Schinkel entstand das Bernburger Hoftheater und die St.-Stephanus Kirche in Bernburg.
Johann August Bunge gehörte der Freimaurerloge „Alexius zur Beständigkeit“ an. Die Freimaurerloge ist ein ethischer Bund freier Menschen mit der gemeinsamen Überzeugung, dass die stetige Arbeit an sich selbst das eigene Verhalten formt.
Eines seiner größten Projekte war die Sanierung und Modernisierung des Bernburger Schlosses. Herausragend hierbei war der umgestaltete Thronsaal.
Durch seine Studienreisen, die er auch außerhalb des Herzogtums unternehmen durfte und durch seine Teilnahme am Kongress deutscher Architekten, machte sich Bunge auch über die Grenzen des Fürstentums einen Namen. Er war für die Einführung einer planmäßigen Städteentwicklung maßgeblich verantwortlich und verfasste das Buch: „Baudenkmäler in Anhalt“.
Nur wenige Jahre vor seinem Tod am 13. April 1866 erhielt Johann August Bunge den herzoglichen Gesamthausorden von Anhalt-Bernburg und begann mit seiner letzten Arbeit, der Neugestaltung der Grablege von Markgraf Albrecht dem Bären.

 



Kalenderblatt vom 30.06.2012

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