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30.10.2012 - Luise von Anhalt-Bernburg

Als zweites Kind des Fürsten Alexis von Anhalt–Bernburg und der Fürstin Friederike wurde Wilhelmine Luise von Anhalt–Bernburg am 30. Oktober 1799 in Ballenstedt geboren. Luise entwickelte sich zu einer talentierten Zeichnerin, die viel von der auf dem gemeinsamen Hof lebenden Malerin Caroline Barduna erlernte. Am 21. November 1817 heiratete Luise den preußischen Prinz Friedrich. Sie hatte ihn am Hofe in Dessau kennengelernt. 1820 gebar sie ihren ersten Sohn Alexander in Berlin. Der zweite Sohn Georg wurde 1826 in Düsseldorf geboren. In Düsseldorf förderte das Prinzenpaar die Kunst und das kulturelle Leben. Hier erhielt sie auch viel Zeichen- und Malunterricht, u. a. von Wilhelm Kaulbach oder Theodor Hildebrandt. 1843 zog Luise mit ihrer Familie auf das Schloss Eller bei Düsseldorf. Dort konnte sie sich ganz ihrer Malerei widmen.
Seit 1855 litt sie an einem chronischen Nervenleiden. Sie war die Patientin des Köthener homöopathischen Arztes Samuel Hahnemann und stand im ständigen Briefwechsel mit ihm. Im Jahr 1863 trafen die Prinzessin innerhalb von wenigen Wochen gleich zwei herbe Schicksalsschläge, erst verstarb ihr geliebter Mann und drei Wochen später ihr einziger Bruder Herzog Alexander Carl von Anhalt-Bernburg. Nach ihrem Tode im Jahr 1882 wurde sie neben ihrem Mann in der Gruft der Kapelle von Burg Rheinstein bestattet.
Der Luisentempel in Alexisbad wurde 1823 nach ihr benannt. Ihr Vater ließ von 1812 bis 1815 an ihrem Lieblingsplatz den Gedenktempel errichten.
 



Kalenderblatt vom 30.10.2012

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